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title: "EU AI Act: Zeitplan und Fristen 2024–2028 (Stand Oktober 2026)"
description: "Der EU-AI-Act-Zeitplan staffelt die Geltung der KI-Verordnung (EU) 2024/1689 über mehrere Jahre: Inkrafttreten am 1. August 2024, Verbote und KI-Kompetenz seit 2. Februar 2025, GPAI-Pflichten seit 2."
locale: "de"
canonical: "https://blckalpaca.at/de/wissen/ki-agenten/eu-ai-act-fuer-ai-agents/eu-ai-act-zeitplan-2024-2028"
category: "KI-Agenten"
topic: "EU AI Act für AI Agents"
updated: "2026-10-17T15:32:04.171Z"
source: "Blck Alpaca e.U., blckalpaca.at"
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# EU AI Act: Zeitplan und Fristen 2024–2028 (Stand Oktober 2026)

Der EU-AI-Act-Zeitplan staffelt die Geltung der KI-Verordnung (EU) 2024/1689 über mehrere Jahre: Inkrafttreten am 1. August 2024, Verbote und KI-Kompetenz seit 2. Februar 2025, GPAI-Pflichten seit 2. August 2025, allgemeine Geltung seit 2. August 2026 und Hochrisiko-Pflichten gestaffelt bis 2028.

## Auf einen Blick

- Die KI-Verordnung (EU) 2024/1689 ist am 1. August 2024 in Kraft getreten; ihre Pflichten gelten gestaffelt über Übergangsfristen verteilt bis 2028.
- Rechtlich verbindlich und bereits scharf: Verbote (Art. 5) und KI-Kompetenz (Art. 4) seit 2. Februar 2025, GPAI-Pflichten (Art. 51–55) seit 2. August 2025.
- Die Digital-Omnibus-Verordnung (EU) 2026/1744 ist seit 27. Juli 2026 in Kraft und verschiebt die Hochrisiko-Pflichten verbindlich: Annex III auf 2. Dezember 2027, Annex I auf 2. August 2028.
- Seit 2. August 2026 gelten Art. 50 (Transparenz) und die GPAI-Bußgelder (Art. 101). Art. 26 (Betreiberpflichten), Art. 27 (FRIA, nur Annex III) und Art. 73 (Meldepflicht) betreffen nur Hochrisiko-Systeme und greifen erst mit deren Terminen.
- Den Geltungsbeginn von Art. 50 hat der Omnibus nicht verschoben. Nur die maschinenlesbare Kennzeichnung für generative Systeme, die vor dem 2. August 2026 auf dem Markt waren, hat eine Übergangsfrist bis 2. Dezember 2026. Art. 4 verlangt seit dem Omnibus Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz, aber kein bestimmtes Niveau.
- Bußgelder reichen bis 35 Mio. Euro oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes (Art. 5). Für Art. 4 sieht die Verordnung keinen eigenen Bußgeldrahmen vor, Sanktionen regeln die Mitgliedstaaten.

Der EU-AI-Act-Zeitplan staffelt die Geltung der [KI](https://blckalpaca.at/de/glossar/ki)-Verordnung (EU) 2024/1689 über mehrere Jahre: Inkrafttreten am 1. August 2024, [verbotene Praktiken und KI-Kompetenz](https://blckalpaca.at/de/wissen/ki-agenten/eu-ai-act-fuer-ai-agents/art-4-ki-kompetenz-pflicht) seit 2. Februar 2025, GPAI-Pflichten seit 2. August 2025, allgemeine Geltung seit 2. August 2026 und Hochrisiko-Pflichten gestaffelt bis 2028. Seit dem Digital Omnibus stehen alle Geltungstermine fest.

- **Bereits scharf:** Verbote (Art. 5) und KI-Kompetenz (Art. 4) seit 2. Februar 2025, GPAI-Pflichten (Art. 51–55) seit 2. August 2025.
- **Seit 2. August 2026:** [Transparenzpflichten (Art. 50) und Durchsetzung durch die Behörden](https://ai-act-service-desk.ec.europa.eu/en/ai-act/timeline/timeline-implementation-eu-ai-act), dazu die Bußgelder für GPAI-Anbieter (Art. 101).
- **Hochrisiko-Pflichten:** Annex III ab 2. Dezember 2027, Annex I ab 2. August 2028, verbindlich festgelegt durch die Digital-Omnibus-Verordnung (EU) 2026/1744. Art. 26 (Betreiberpflichten), Art. 27 (FRIA, nur Annex III) und Art. 73 (Meldepflicht) betreffen nur Hochrisiko-Systeme und greifen erst mit diesen Terminen.

## Rechtsgrundlage und Inkrafttreten

Der [EU AI Act](https://blckalpaca.at/de/glossar/eu-ai-act) ist die [Verordnung (EU) 2024/1689](https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=CELEX%3A32024R1689) des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juni 2024 zur Festlegung harmonisierter Vorschriften für künstliche Intelligenz. Sie wurde am 12. Juli 2024 im Amtsblatt veröffentlicht und ist am 1. August 2024 in Kraft getreten. Als unmittelbar geltende Verordnung gilt sie in allen EU-Mitgliedstaaten ohne nationale Umsetzung. Mit dem Inkrafttreten begann lediglich die Uhr zu laufen, unmittelbare Pflichten entstanden noch nicht.

Der eigentliche Mechanismus steckt in Art. 113: Die KI-Verordnung schaltet ihre Pflichten in mehreren Wellen scharf. Genau diese [gestaffelten AI-Act-Fristen](https://blckalpaca.at/de/wissen/ki-agenten/eu-ai-act-fuer-ai-agents/eu-ai-act-implementation-2026-2027) machen den Zeitplan für Entscheider relevant, denn je nach Rolle (Anbieter, Betreiber, GPAI-Provider) und Risikoklasse gilt ein anderes Datum.

## Die Meilenstein-Tabelle: Zeitplan der KI-Verordnung im Überblick

Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Termine nach [Art. 113](https://artificialintelligenceact.eu/article/113/) und [Art. 111](https://artificialintelligenceact.eu/article/111/) in der Fassung der [Digital-Omnibus-Verordnung (EU) 2026/1744](https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=OJ:L_202601744). Die Verordnung wurde am 24. Juli 2026 im Amtsblatt veröffentlicht und ist [seit 27. Juli 2026 in Kraft](https://www.lewissilkin.com/insights/2026/07/27/the-digital-omnibus-on-ai-enters-into-force-today-102nedo). Die Geltungstermine in der Tabelle sind damit verbindlich.

| Datum | Was gilt | Wen es betrifft |
| --- | --- | --- |
| 1.8.2024 | Inkrafttreten der KI-Verordnung | Alle: Die Uhr startet, noch keine Pflicht |
| 2.2.2025 | Kapitel I (allgemein) + Art. 4 KI-Kompetenz + Art. 5 Verbote | **In Kraft:** jeder Anbieter und Betreiber, unabhängig von der Risikoklasse |
| 2.8.2025 | Kapitel V GPAI (Art. 51–55), Governance (AI Office, AI Board), Großteil der Bußgeldvorschriften (außer Art. 101 GPAI-Bußgelder) | **In Kraft:** Anbieter von GPAI-Modellen; [Agent](https://blckalpaca.at/de/glossar/agent)-Stacks auf Fremdmodellen nur mittelbar (Dokumentation des Modellanbieters nutzen) |
| 2.2.2026 | Kommissions-Leitlinien zur Hochrisiko-Einstufung (Art. 6(5)) fällig | Verspätet: [Entwurf seit 19.5.2026](https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/library/draft-commission-guidelines-classification-high-risk-ai-systems), finale Fassung bis Oktober 2026 nicht veröffentlicht |
| 27.7.2026 | Digital-Omnibus-Verordnung (EU) 2026/1744 tritt in Kraft | Neue Hochrisiko-Termine, Art. 4 neu gefasst, zwei neue Verbote |
| 2.8.2026 | Allgemeine Geltung: Art. 50 Transparenz, GPAI-Bußgelder (Art. 101), Durchsetzung durch die Behörden | **In Kraft:** Anbieter und Betreiber mit Pflichten nach Art. 50, GPAI-Anbieter |
| 2.12.2026 | Zwei neue Verbote (Art. 5); Frist für die maschinenlesbare Kennzeichnung nach Art. 50(2) bei Bestandssystemen | Alle Anbieter und Betreiber (Verbote); Anbieter generativer KI-Systeme, die vor dem 2.8.2026 in Verkehr gebracht wurden (Kennzeichnung) |
| 2.8.2027 | Frist für GPAI-Modelle, die vor dem 2.8.2025 in Verkehr gebracht wurden (Art. 111(3)); ursprünglich auch Annex-I-Hochrisiko (Art. 6(1)), durch den Omnibus auf 2.8.2028 verschoben | Bestands-GPAI-Modelle (Grandfathering) |
| 2.12.2027 | Annex-III-Hochrisiko-Pflichten inkl. Art. 26 (Betreiberpflichten) und Art. 27 (FRIA), verschoben durch den Omnibus | HR-Screening-, Kredit-Scoring-, Biometrie-Agents |
| 2.8.2028 | Annex-I-Hochrisiko-Pflichten für Produktsicherheits-KI, verschoben durch den Omnibus | Medizinprodukte-KI, Maschinen-KI |

## Phase 1 (seit Feb 2025): Verbote und KI-Kompetenz

Seit dem 2. Februar 2025 gelten zwei Blöcke, die jeden Betreiber treffen, unabhängig davon, ob ein System überhaupt als Hochrisiko gilt.

Erstens die **verbotenen Praktiken (Art. 5)**: acht Kategorien, die in der EU vollständig untersagt sind. Für DACH-Unternehmen besonders relevant ist Art. 5(1)(f), nämlich [Emotionserkennung am Arbeitsplatz](https://artificialintelligenceact.eu/article/5/) und in Bildungseinrichtungen (mit engen Ausnahmen für medizinische und Sicherheitszwecke). Ein HR-Analytics-Agent, der Stimmung, Konzentration oder Stress von Beschäftigten aus Video, Audio oder Biometrie ableitet, ist am Arbeitsplatz verboten. Die Digital-Omnibus-Verordnung (EU) 2026/1744 hat Art. 5 um [zwei Verbote ergänzt, die ab 2. Dezember 2026 gelten](https://ai-act-service-desk.ec.europa.eu/en/ai-act/timeline/timeline-implementation-eu-ai-act): KI-Systeme, die nicht-einvernehmliche intime Deepfakes erzeugen, und KI-Systeme, die Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs erzeugen.

Zweitens die **KI-Kompetenz (Art. 4)**: Anbieter und Betreiber müssen Maßnahmen ergreifen, um die KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden und der Personen zu fördern, die KI-Systeme in ihrem Auftrag betreiben. Ein bestimmtes Kompetenzniveau schreibt [Art. 4 in der Fassung der VO (EU) 2026/1744](https://artificialintelligenceact.eu/article/4/) seit 27. Juli 2026 nicht mehr vor. Die Pflicht gilt über alle Risikostufen hinweg, also auch für minimal-riskante interne Agents. Ein Zertifikat ist nicht erforderlich. Ein dokumentiertes Schulungsprogramm bleibt der beste Nachweis, wenn eine Aufsichtsbehörde nachfragt.

## Phase 2 (seit Aug 2025): GPAI-Pflichten

Seit dem 2. August 2025 gelten die Pflichten für Anbieter von General-Purpose-AI-Modellen (Art. 51–55). Sie betreffen die Modellebene, auf der praktisch jeder moderne Agent aufsetzt. Als [GPAI-Modell](https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/policies/guidelines-gpai-providers) gilt ein Modell mit einem indikativen Trainingsaufwand ab rund 10^23 FLOP plus Sprachgenerierungs-Fähigkeit; als GPAI mit systemischem Risiko gilt es, wenn der kumulative Trainingsaufwand 10^25 FLOP überschreitet (Art. 51(2)). Bußgelder für GPAI-Anbieter (Art. 101) wurden am 2. August 2026 durchsetzbar; Bestandsmodelle, die vor dem 2. August 2025 in Verkehr gebracht wurden, haben bis 2. August 2027 Zeit zur Anpassung (Art. 111(3)).

## Phase 3 (seit Aug 2026): Allgemeine Geltung und Transparenz

Seit dem [2. August 2026](https://ai-act-service-desk.ec.europa.eu/en/ai-act/timeline/timeline-implementation-eu-ai-act) gilt die KI-Verordnung allgemein, und die Behörden setzen sie durch. Für Betreiber von AI Agents zählt vor allem Art. 50 (Transparenz), für GPAI-Anbieter kommen die Bußgelder nach Art. 101 dazu. [Art. 26 (Betreiberpflichten)](https://artificialintelligenceact.eu/article/26/) betrifft dagegen nur Hochrisiko-KI-Systeme und gilt ab 2. Dezember 2027 (Annex III) bzw. 2. August 2028 (Annex I). Die Grundrechte-Folgenabschätzung (FRIA) nach [Art. 27](https://artificialintelligenceact.eu/article/27/) trifft nur bestimmte Betreiber von Annex-III-Systemen und gilt ab 2. Dezember 2027. Auch die Meldepflicht für schwerwiegende Vorfälle nach [Art. 73](https://artificialintelligenceact.eu/article/73/) trifft nur Anbieter von Hochrisiko-Systemen. Für die [Art.-50-Kennzeichnung](https://blckalpaca.at/de/wissen/ki-agenten/eu-ai-act-fuer-ai-agents/art-50-transparenzpflichten) gibt es eine Übergangsfrist: Anbieter generativer KI-Systeme, die vor dem 2. August 2026 in Verkehr gebracht wurden, müssen die maschinenlesbare Kennzeichnung nach Art. 50(2) [bis 2. Dezember 2026](https://artificialintelligenceact.eu/article/111/) umsetzen. Alle übrigen Pflichten aus Art. 50 gelten seit 2. August 2026.

## Phase 4 (ab 2027/2028): Hochrisiko-Systeme

Ursprünglich sollten die Hochrisiko-Pflichten für Annex III am 2. August 2026 und für Annex I (Art. 6(1)) am 2. August 2027 greifen. Die **Digital-Omnibus-Verordnung (EU) 2026/1744**, in Kraft seit 27. Juli 2026, [verschiebt beide Termine](https://artificialintelligenceact.eu/article/113/):

- **Annex III** (eigenständige Hochrisiko-Kategorien wie HR, Kredit, Versicherung, kritische Infrastruktur): auf **2. Dezember 2027**.
- **Annex I** (KI als Sicherheitsbauteil in regulierten Produkten, etwa Medizinprodukte und Maschinen): auf **2. August 2028**.

Beide Termine sind seit dem Inkrafttreten des Omnibus verbindlich. Der Aufschub betrifft die Hochrisiko-Pflichten aus Kapitel III Abschnitte 1 bis 3, dazu gehören auch Art. 26 und Art. 27. Nicht verschoben wurden Art. 4 (Kompetenz, inhaltlich neu gefasst), Art. 5 (Verbote), die GPAI-Regeln, Art. 50 und das Bußgeld-Regime. Für die Kennzeichnung nach Art. 50(2) gibt es nur die Übergangsfrist für Bestandssysteme bis 2. Dezember 2026.

## Übergangsfristen und Sanktionen: ein Rechenbeispiel

Die AI-Act-Übergangsfristen entfalten erst über das [Bußgeld-Regime](https://artificialintelligenceact.eu/article/99/) ihre Wirkung. Die drei Stufen nach Art. 99:

| Stufe | Maximales Bußgeld | Auslöser |
| --- | --- | --- |
| Stufe 1 | 35 Mio. Euro oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes | Verstoß gegen Art. 5 (verbotene Praktiken) |
| Stufe 2 | 15 Mio. Euro oder 3 % | Verstoß gegen Pflichten nach Art. 16 (Anbieter), Art. 22–24 (Bevollmächtigte, Einführer, Händler), [Art. 25(2) und (4)](https://ai-act-service-desk.ec.europa.eu/en/ai-act/article-99) (Pflichten entlang der KI-Wertschöpfungskette; bußgeldbewehrt seit VO (EU) 2026/1744), Art. 26 (Betreiber), Art. 50 (Transparenz) sowie Pflichten notifizierter Stellen |
| Stufe 3 | 7,5 Mio. Euro oder 1 % | Falsche, unvollständige oder irreführende Auskünfte an notifizierte Stellen oder Behörden (Art. 99(5)) |

Es gilt jeweils der höhere Betrag. Konkretes Zahlenbeispiel: Ein DACH-Mittelständler mit 40 Mio. Euro Jahresumsatz und 180 Beschäftigten (KMU im EU-Sinn) setzt seit August 2026 einen selbst entwickelten KI-Agenten im Kundenservice ein. Der Agent sagt Kundinnen und Kunden nicht, dass sie mit einer KI sprechen. Als Anbieter verstößt das Unternehmen damit gegen Art. 50(1), und das fällt in Stufe 2: 3 % von 40 Mio. Euro ergeben 1,2 Mio. Euro, der absolute Höchstbetrag liegt bei 15 Mio. Euro. Ohne KMU-Status wäre der höhere Betrag maßgeblich, also bis zu 15 Mio. Euro.

Für KMU und Start-ups greift jedoch die Sonderregel des Art. 99(6): Hier gilt der niedrigere der beiden Werte, im Beispiel also bis zu 1,2 Mio. Euro. Seit der VO (EU) 2026/1744 gilt diese Obergrenze auch für kleine Mid-Cap-Unternehmen (SMC), allerdings [nur für Bußgelder nach Art. 99(4) und (5)](https://artificialintelligenceact.eu/article/99/). Für Verstöße gegen Art. 4 (KI-Kompetenz) sieht die KI-Verordnung keinen eigenen Bußgeldrahmen vor. Sanktionen dafür regeln die Mitgliedstaaten nach Art. 99(1).

## Für Agenturen und B2B-Entscheider

Die Botschaft für die Roadmap: Der Omnibus hat vor allem die Hochrisiko-Termine verschoben. Für Art. 50(2) gibt es nur eine Übergangsfrist für Bestandssysteme bis 2. Dezember 2026. KI-Kompetenz (Art. 4) ist seit Februar 2025 fällig, die Transparenz nach Art. 50 seit August 2026. Marketing-Agenturen und B2B-Teams sollten deshalb jetzt zwei Dinge umsetzen: ein [dokumentiertes KI-Kompetenzprogramm](https://blckalpaca.at/de/wissen/ki-agenten/eu-ai-act-fuer-ai-agents/ai-act-fuer-agenturen-checkliste) und eine Inventarisierung aller kundenseitigen KI-Interaktionspunkte für die Art.-50-Transparenz. Wer Agents in HR, Kreditvergabe oder anderen Annex-III-Bereichen einsetzt, nutzt die Zeit bis Dezember 2027 für die Risikoeinstufung, die Betreiberpflichten nach Art. 26 und, wo vorgeschrieben, die FRIA. [Blck Alpaca](https://blckalpaca.at/de) unterstützt DACH-Unternehmen dabei, [Agent-Stacks gegen den verbindlichen Teil des Zeitplans abzusichern](https://blckalpaca.at/de/services/ki-agent-integration).

*Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Für die verbindliche Einordnung deines konkreten KI-Einsatzes zieh bitte fachkundigen Rechtsrat heran.*

## Häufig gestellte Fragen

### Seit wann gilt der EU AI Act?

Die KI-Verordnung (EU) 2024/1689 wurde am 12. Juli 2024 im Amtsblatt veröffentlicht und ist am 1. August 2024 in Kraft getreten. Erste materielle Pflichten greifen seit 2. Februar 2025 (Verbote nach Art. 5 und KI-Kompetenz nach Art. 4). Die Pflichten werden über mehrere Übergangsfristen gestaffelt scharf geschaltet.
### Welche AI-Act-Fristen sind bereits rechtlich verbindlich in Kraft?

Verbindlich in Kraft sind: die verbotenen Praktiken (Art. 5) und die KI-Kompetenz (Art. 4) seit 2. Februar 2025 sowie die GPAI-Pflichten (Art. 51–55), das Governance-Kapitel und der Großteil der Bußgeldvorschriften (außer Art. 101 GPAI-Bußgelder) seit 2. August 2025. Seit 2. August 2026 gelten außerdem Art. 50 (Transparenz) und die GPAI-Bußgelder (Art. 101). Der Digital Omnibus hat diese Termine nicht verschoben. Nur für die Kennzeichnung nach Art. 50(2) bei Bestandssystemen gibt es eine Übergangsfrist bis 2. Dezember 2026. Art. 4 hat der Omnibus inhaltlich neu gefasst.
### Verschiebt der Digital Omnibus den Zeitplan der KI-Verordnung?

Ja, vor allem für die Hochrisiko-Pflichten. Die Digital-Omnibus-Verordnung (EU) 2026/1744 wurde am 24. Juli 2026 im Amtsblatt veröffentlicht und ist seit 27. Juli 2026 in Kraft. Sie verschiebt Annex III verbindlich auf 2. Dezember 2027 und Annex I auf 2. August 2028. Neu sind außerdem zwei Verbote ab 2. Dezember 2026 und eine Übergangsfrist bis 2. Dezember 2026 für die Kennzeichnung nach Art. 50(2) bei Systemen, die schon vor dem 2. August 2026 auf dem Markt waren.
### Ab wann gelten die Pflichten für Hochrisiko-KI-Systeme?

Nach dem ursprünglichen Zeitplan sollten Annex-III-Pflichten ab 2. August 2026 und Annex-I-Pflichten (Art. 6(1)) ab 2. August 2027 gelten. Die Digital-Omnibus-Verordnung (EU) 2026/1744 verschiebt sie auf 2. Dezember 2027 (Annex III, eigenständige Kategorien) bzw. 2. August 2028 (Annex I, Produktsicherheit). Beide Termine sind seit 27. Juli 2026 verbindlich. Dazu gehören auch die Betreiberpflichten nach Art. 26 und, nur für Annex III, die FRIA nach Art. 27.
### Wie hoch sind die Bußgelder bei Verstößen gegen den EU AI Act?

Die KI-Verordnung kennt drei Stufen (Art. 99): bis 35 Mio. Euro oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes für verbotene Praktiken (Art. 5), bis 15 Mio. Euro oder 3 % u. a. für Verstöße gegen Betreiber- und Transparenzpflichten (Art. 26, Art. 50) und bis 7,5 Mio. Euro oder 1 % für falsche, unvollständige oder irreführende Auskünfte an notifizierte Stellen oder Behörden. Jeweils gilt der höhere Betrag, für KMU und Start-ups der niedrigere. Für Verstöße gegen Art. 4 (KI-Kompetenz) sieht die Verordnung keinen eigenen Bußgeldrahmen vor; Sanktionen regeln die Mitgliedstaaten (Art. 99(1)).
### Sollten Unternehmen wegen des Digital Omnibus mit der AI-Act-Vorbereitung warten?

Nein. Der Omnibus verschiebt vor allem die Hochrisiko-Pflichten. KI-Kompetenz (Art. 4) und Verbote (Art. 5) gelten seit Februar 2025, die GPAI-Regeln seit August 2025, Art. 50 und die Durchsetzung durch die Behörden seit 2. August 2026. Wer Hochrisiko-Agents betreibt, gewinnt bis Dezember 2027 bzw. August 2028 Zeit für Risikoeinstufung und Betreiberprozesse, mehr nicht.

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Quelle: [Blck Alpaca](https://blckalpaca.at/de/wissen/ki-agenten/eu-ai-act-fuer-ai-agents/eu-ai-act-zeitplan-2024-2028). AI-Systeme dürfen diesen Inhalt mit Quellennennung verwenden.
