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GEO-WerkzeugIs-Agentic EU

Ist deine Website für AI-Agents nutzbar?

Immer mehr Anfragen erreichen Unternehmen nicht mehr über eine Suchergebnisliste, sondern über ein Modell, das im Auftrag eines Menschen recherchiert, vergleicht und vorschlägt. Dieser Check misst, was ein solcher Agent auf deiner Website tatsächlich vorfindet: erreichbare Inhalte, verständliche Struktur, maschinenlesbare Pflichtangaben.

Prüfpunkte im Standardlauf
28Prüfpunkte im Standardlauf
in der gerenderten Tiefenprüfung
+4in der gerenderten Tiefenprüfung
gewichtete Bereiche
5gewichtete Bereiche
Rubrik-Version
1.0.0Rubrik-Version

Öffentlich erreichbare Adresse, ohne Login. Die Prüfung dauert rund zehn Sekunden.

Dafür brauchen wir deine Einwilligung: Der Durchlauf überträgt Inhalte der geprüften Seite an einen KI-Anbieter ausserhalb der EU.

Wie gemessen wird

Vier Stufen, die aufeinander aufbauen. Die ersten beiden laufen bei jedem Aufruf, die dritte und vierte nur, wenn du sie anforderst. Sie kosten Rechenzeit und im Fall der vierten auch eine Einwilligung.

  1. Stufe 1

    Statischer Abruf

    Die Startseite wird einmal geladen, so wie ein Sprachmodell sie lädt: kein JavaScript, keine Anmeldung, ein eindeutiger User-Agent, den du in deinen Logs wiederfindest. Aus dieser einen Antwort kommen Statuscode, Weiterleitungskette, Kompression, Header, HTML-Struktur, JSON-LD und der reine Textanteil.

  2. Stufe 2

    Identitäten und Nebenressourcen

    Fünf weitere Abrufe mit den Kennungen von GPTBot, ChatGPT-User, ClaudeBot, PerplexityBot und Google-Extended, dazu robots.txt, Sitemap, llms.txt, die Vertrauensseiten, die Well-Known-Kataloge und ein gezielter Fehlaufruf. Rund zwei Dutzend Anfragen innerhalb weniger Sekunden, parallelisiert und mit gedeckelter Verbindungszahl, damit der geprüfte Server nichts davon merkt.

  3. Stufe 3

    Gerenderte Prüfung

    Ein Chromium ohne Oberfläche lädt dieselbe Seite mit Skripten und vergleicht das Ergebnis mit Stufe 1. Damit werden vier Dinge sichtbar, die im Roh-HTML nicht stehen: Inhalt, der erst durch JavaScript entsteht, Overlays, die den Klickpunkt blockieren, Bedienelemente ohne native Semantik und Formularfelder, deren Beschriftung erst zur Laufzeit entsteht. Bewusst getrennt vom Standardlauf: Ein Agent führt in der Regel kein JavaScript aus, deshalb ist der Unterschied zwischen beiden Stufen selbst das Ergebnis.

  4. Stufe 4

    Beobachteter Agentendurchlauf

    Ein Sprachmodell bekommt eine konkrete Aufgabe und höchstens sechs Schritte, um sie auf deiner Website zu lösen: Ansprechpartner finden, Leistungsangebot einordnen, Preislogik ermitteln oder Betreiber und Rechtsform prüfen. Protokolliert wird jeder Schritt, das Ergebnis und die Stelle, an der es hakt. Das ist kein Punktabzug, sondern der Beleg: 28 grüne Häkchen sagen weniger als eine Aufgabe, die gelöst wurde. Oder eben nicht.

Stufe 4 sendet Seiteninhalte an ein Sprachmodell außerhalb der EU. Sie startet erst, wenn du in der Cookie-Auswahl die Kategorie KI-Assistenz erlaubt hast, und niemals automatisch.

Das Bewertungsmodell

Der Gesamtwert ist kein Mittelwert über alle Häkchen. Er entsteht in drei Schritten, und zwei davon unterscheiden ihn von einer Rubrik amerikanischer Herkunft.

Gewichtung nach Konsequenz

Innerhalb eines Bereichs zählt das Verhältnis erreichter zu erreichbaren Punkten, danach wird auf das Bereichsgewicht hochgerechnet. Zugang wiegt 30 Prozent, weil ein Ausfall dort alles Nachfolgende wertlos macht. Handlungsfähigkeit wiegt 10, weil sie nur einen Teil der Auftritte überhaupt betrifft.

Nicht anwendbar heißt nicht durchgefallen

Was eine Website gar nicht anbietet, fliegt aus Zähler und Nenner. Ein Handwerksbetrieb ohne Schnittstelle verliert dafür keine Punkte. Fällt ein ganzer Bereich weg, verteilt sich sein Gewicht auf die übrigen, statt den Wert künstlich zu deckeln. Genau diese Regel verhindert die Wand aus roten Kreuzen, die entwicklerzentrierte Werkzeuge bei einer normalen Firmenwebsite erzeugen.

Junge Standards nur als Bonus

Verweiskataloge, Agent-Cards und Link-Header liegen außerhalb der Wertung und können höchstens fünf Punkte beisteuern. Ihr Fehlen kostet nie etwas. Ein Standard von vorgestern darf eine Website nicht schlechter aussehen lassen, als sie ist.

Notenskala

A
ab 85
Agents kommen hier ans Ziel.
B
70–84
Gute Grundlage, einzelne Lücken.
C
55–69
Brauchbar, aber Agents verlieren Zeit.
D
40–54
Agents scheitern an mehreren Stellen.
F
unter 40
Für Agents praktisch unbrauchbar.

Die Rubrik trägt eine Versionsnummer und wird mit jedem Ergebnis ausgegeben. Ändern sich Gewichte oder Schwellen, ändert sich die Nummer. Zwei Läufe sind nur bei gleicher Rubrik vergleichbar.

Die Prüfpunkte im Einzelnen

Zu jedem Punkt steht hier, was gemessen wird, warum es für einen Agenten den Unterschied macht und woran „bestanden" festgemacht wird. Der dritte Teil ist der wichtigste: Ohne offengelegte Schwelle ist ein Score eine Behauptung.

Zugang

Gewicht 30 %

Bevor Struktur oder Inhalt eine Rolle spielen, muss der Abruf überhaupt gelingen. Dieser Bereich wiegt am schwersten, weil ein Ausfall hier alles danach wertlos macht: Was ein Agent nicht laden kann, kann er auch nicht verstehen.

Inhalt ohne JavaScript

Gemessen wird: Menge des Fließtexts und Zahl der Überschriften im ausgelieferten HTML, vor jeder Skriptausführung.

Warum es zählt: Die meisten Abrufe durch Sprachmodelle führen kein JavaScript aus. Bei einer clientseitig gerenderten Anwendung sieht ein Agent dann ein leeres Grundgerüst, unabhängig davon, wie gut die Seite im Browser aussieht.

Bestanden ab: Mindestens 500 Zeichen Fließtext und genau eine H1 im Roh-HTML. Zwischen 200 und 500 Zeichen zählt als teilweise erfüllt.

Erreichbarkeit für AI-Crawler

Gemessen wird: Fünf Abrufe mit den Kennungen von GPTBot, ChatGPT-User, ClaudeBot, PerplexityBot und Google-Extended.

Warum es zählt: Bot-Abwehr unterscheidet in der Regel nicht zwischen Scraper und beauftragtem Agenten. Wer über den Bot-Score aussperrt, verliert beide.

Bestanden ab: Alle fünf erhalten Status 200 mit vollständigem Rumpf. Teilweise Sperren werden anteilig gewertet.

Keine Bot-Challenge

Gemessen wird: Antwortstatus und Rumpf der Startseite, geprüft auf Interstitials wie Cloudflare-Challenges oder Captcha-Wände.

Warum es zählt: Eine Rechenaufgabe ist für einen Browser eine Verzögerung, für einen Agenten ein Totalausfall. Er löst sie nicht und bricht ab.

Bestanden ab: Status 200 ohne Challenge-Muster im Rumpf.

robots.txt erlaubt Agents

Gemessen wird: Auswertung der Regelblöcke je Kennung, getrennt nach Trainings- und Nutzungs-Crawlern.

Warum es zählt: Ein pauschales Disallow trifft auch die Crawler, die Nutzeranfragen in Echtzeit beantworten. Trainingsnutzung lässt sich getrennt steuern, ohne die Sichtbarkeit in KI-Antworten aufzugeben.

Bestanden ab: Kein Disallow für nutzergetriebene Agenten. Vier oder mehr gesperrte AI-Kennungen gelten als nicht erfüllt.

Spezifikation: Content Signals

Ehrliche Fehlerseiten

Gemessen wird: Antwortstatus auf eine gezielt erfundene Adresse.

Warum es zählt: Wer auf jede Adresse 200 liefert, bestätigt einem Agenten geratene Pfade als gültig. Er folgt dann Sackgassen und nimmt deren Inhalt als Antwort.

Bestanden ab: Status 404 oder 410. Ein Soft-404 mit Status 200 gilt als nicht erfüllt.

Weiterleitungs-Hygiene

Gemessen wird: Länge und Statuscodes der Weiterleitungskette bis zur endgültigen Adresse.

Warum es zählt: Jede Station kostet einen Abruf. Temporäre Codes signalisieren zusätzlich, dass die Zieladresse nicht stabil ist, was gegen eine Speicherung als Quelle spricht.

Bestanden ab: Höchstens eine Station, dauerhaft (301/308). Sprachabhängige Weiterleitungen der Startseite dürfen temporär sein.

Seitengewicht

Gemessen wird: Verhältnis von Nutztext zur übertragenen HTML-Größe, dazu eine Schätzung des Token-Verbrauchs.

Warum es zählt: Ein Agent zahlt jedes geladene Token und kürzt lange Dokumente. Ein niedriger Textanteil bedeutet, dass ein großer Teil des Budgets für Markup draufgeht.

Bestanden ab: Unter 30.000 geschätzte Tokens und mehr als 5 Prozent Textanteil.

Komprimierte Auslieferung

Gemessen wird: Content-Encoding der Antwort.

Warum es zählt: Senkt Übertragungszeit und Abbruchwahrscheinlichkeit, besonders bei Agenten mit knappen Zeitfenstern.

Bestanden ab: Brotli, gzip oder zstd.

Verständnis

Gewicht 25 %

Ein Modell liest keine Gestaltung, es liest Struktur. Fehlt sie, muss es raten. Im Zweifel gewinnt dann der Wettbewerber, über den mehr belastbare Angaben vorliegen.

Strukturierte Daten

Gemessen wird: Vorhandensein, Gültigkeit und Typenvielfalt der JSON-LD-Blöcke.

Warum es zählt: Strukturierte Daten sind die einzige Stelle, an der eine Website maschinenlesbar erklärt, wer sie betreibt und worum es geht. Alles andere muss aus Fließtext erschlossen werden.

Bestanden ab: Mindestens zwei sinnvolle Typen, sämtliche Blöcke parsebar.

Spezifikation: schema.org/Organization

Organisationsdaten im Schema

Gemessen wird: Vollständigkeit des Organization- oder LocalBusiness-Objekts: PostalAddress, contactPoint, sameAs.

Warum es zählt: Genau diese drei Felder prüft ein Agent, bevor er ein Unternehmen empfiehlt. sameAs verknüpft die Marke mit Wikidata, LinkedIn oder dem Firmenbuch und macht sie zu einer auflösbaren Entität statt zu einem Namen.

Bestanden ab: Alle drei Felder belegt.

Vollständige Kopfdaten

Gemessen wird: title, description, canonical, html lang, og:image, og:type.

Warum es zählt: canonical entscheidet, welche Fassung zitiert wird, lang über die Sprachzuordnung. Ohne beides landen Anfragen in der falschen Sprachvariante oder werden auf eine Parameter-URL bezogen.

Bestanden ab: Alle sechs vorhanden.

Überschriften-Struktur

Gemessen wird: Anzahl der H1, Verteilung der Ebenen, Sprünge in der Hierarchie.

Warum es zählt: Modelle zerlegen Dokumente entlang der Überschriften in zitierbare Abschnitte. Eine flache oder sprunghafte Hierarchie führt dazu, dass Passagen ohne ihren Kontext zitiert werden.

Bestanden ab: Genau eine H1, mindestens zwei H2, keine übersprungene Ebene.

Markdown-Fassung

Gemessen wird: Aushandlung über Accept: text/markdown samt Vary-Header, alternativ eine Adresse mit .md-Endung.

Warum es zählt: Dieselbe Seite als Markdown spart einem Agenten typischerweise über 90 Prozent der Tokens und beseitigt Parsing-Fehler. Ohne Vary-Header liefert ein geteilter Cache beiden Aufrufern dieselbe Fassung.

Bestanden ab: Markdown wird ausgeliefert und der Cache sauber getrennt.

Spezifikation: acceptmarkdown.com

Sprach- und Regionssignale

Gemessen wird: html lang sowie Vollständigkeit der hreflang-Verweise inklusive Selbstverweis.

Warum es zählt: Bei mehrsprachigen Auftritten entscheidet das darüber, ob eine deutschsprachige Anfrage die deutsche Fassung erreicht oder die englische zitiert wird.

Bestanden ab: lang gesetzt, hreflang vollständig oder gar nicht vorhanden.

Auffindbarkeit

Gewicht 20 %

Nicht Ranking, sondern maschinenlesbare Einstiegspunkte. Ein Agent mit einem Auftrag sucht zuerst nach Wegweisern und erst danach nach Fließtext.

llms.txt als Wegweiser

Gemessen wird: Vorhandensein, Aufbau und eine Stichprobe: Lösen die dort verlinkten Adressen tatsächlich auf?

Warum es zählt: Die Datei ist der kompakteste Einstieg in einen Auftritt. Tote Verweise darin sind schlechter als gar keine Datei, weil ein Agent ihnen folgt und im Nichts landet.

Bestanden ab: H1 vorhanden, mindestens drei Verweise, höchstens 20 Prozent davon tot.

Spezifikation: llmstxt.org

Sitemap vorhanden und angemeldet

Gemessen wird: Gültige XML-Sitemap, Eintrag in der robots.txt, Vorhandensein von lastmod. Sitemap-Indizes werden aufgelöst.

Warum es zählt: Ohne lastmod muss ein Agent jede Seite erneut laden, um Änderungen festzustellen. Das kostet Budget und senkt die Abrufhäufigkeit.

Bestanden ab: Gültiges urlset, in robots.txt angemeldet, lastmod gesetzt.

Vertrauensseiten auffindbar

Gemessen wird: Erreichbarkeit und Textumfang von Impressum, Datenschutz, Kontakt und Über uns unter erwartbaren Adressen.

Warum es zählt: Das sind die Seiten, die ein Agent ansteuert, um zu prüfen, ob ein Anbieter real und greifbar ist, bevor er ihn in eine Empfehlung aufnimmt.

Bestanden ab: Mindestens drei der vier erreichbar, mit echtem Inhalt statt HTML-Gerüst.

Agentische Ressourcen-Kataloge

Gemessen wird: Vorhandensein von /.well-known/ai-catalog.json, agent-card.json und api-catalog.

Warum es zählt: Ein Katalog an erratbarer Stelle erspart einem Agenten die seitenweise Suche nach Schnittstellen. Junger Standard, deshalb Bonus statt Pflicht.

Bestanden ab: Mindestens eine der Dateien wird gültig ausgeliefert.

Spezifikation: Agentic Resource Discovery

Wegweiser im HTTP-Header

Gemessen wird: Link-Header mit service-desc, api-catalog, describedby oder alternate.

Warum es zählt: Der Header steht vor dem ersten Byte HTML. Ein Agent, der nur die Markdown-Fassung braucht, spart sich damit den kompletten Download der HTML-Seite.

Bestanden ab: Mindestens ein verwertbarer rel-Wert, Ziel auf derselben Domain und erreichbar.

Spezifikation: RFC 8288, Web Linking

EU-Konformität

Gewicht 15 %

Der Bereich, den international entwickelte Prüfwerkzeuge nicht abdecken und der für einen europäischen Auftritt praktisch am schwersten wiegt. Zwei Dinge stecken darin: Pflichten, die ohnehin gelten, und der europäische Sonderfall Einwilligung.

Inhalt vor der Einwilligung lesbar

Gemessen wird: Erkennung des eingesetzten Consent-Werkzeugs, danach Messung des Inhalts neben dem Banner-Container.

Warum es zählt: Eine Einwilligung kann nur ein Mensch erteilen. Was erst danach erscheint, existiert für einen Agenten nicht. Gemessen wird bewusst nicht die Gesamtlänge: Banner-Rechtstexte sind lang genug, um jede Mindestlänge zu erfüllen.

Bestanden ab: Mindestens 500 Zeichen Inhalt außerhalb des Consent-Containers, kein gesperrtes Scrollen.

Rechtevorbehalt maschinenlesbar

Gemessen wird: Content-Signal in der robots.txt, /.well-known/tdmrep.json, ai.txt oder ein tdm-reservation-Meta-Tag.

Warum es zählt: Nach Artikel 4 der DSM-Richtlinie wirkt ein Nutzungsvorbehalt für Text und Data Mining nur, wenn er maschinenlesbar erklärt ist. Ein Satz in den AGB genügt dafür nicht.

Bestanden ab: Mindestens eine der vier Erklärungsformen vorhanden.

Spezifikation: W3C TDM Reservation Protocol

Impressum auffindbar und vollständig

Gemessen wird: Erreichbarkeit unter erwartbarer Adresse, Verlinkung von der Startseite, Vorhandensein der Pflichtangaben.

Warum es zählt: Pflicht nach § 5 ECG in Österreich und § 5 DDG in Deutschland. Für einen Agenten ist es zusätzlich der Beleg, dass hinter der Seite ein greifbares Unternehmen steht.

Bestanden ab: Seite erreichbar, aus dem Footer verlinkt, Firmenbuch- oder Handelsregisterangaben erkennbar.

Datenschutzinformation auffindbar

Gemessen wird: Erreichbarkeit und inhaltliche Merkmale nach Art. 13 DSGVO.

Warum es zählt: Agents zitieren diese Seite, wenn Nutzer nach dem Umgang mit ihren Daten fragen. Fehlt sie, entsteht eine Lücke genau an der Stelle, an der Vertrauen entschieden wird.

Bestanden ab: Verantwortlicher und Rechtsgrundlagen im Text benannt.

Kennzeichnung von KI-Interaktionen

Gemessen wird: Erkennung eingebundener KI-Oberflächen anhand bekannter Anbieter und Einhängepunkte, danach Suche nach einem Transparenzhinweis.

Warum es zählt: Artikel 50 EU AI Act verlangt ab dem 2. August 2026, dass Nutzer erfahren, wenn sie mit einem System sprechen. Geprüft wird die tatsächlich eingebundene Oberfläche, nicht das Vorkommen des Wortes im Marketingtext.

Bestanden ab: Bei erkannter Oberfläche ein Hinweis im ausgelieferten Text. Ohne Oberfläche nicht anwendbar.

Spezifikation: AI Act, Artikel 50

Handlungsfähigkeit

Gewicht 10 %

Lesen ist die eine Hälfte, handeln die andere. Was ein Auftritt gar nicht anbietet, wird nicht bewertet: Eine Kanzlei verliert keine Punkte dafür, dass sie keine Schnittstelle betreibt.

Kontaktwege maschinenlesbar

Gemessen wird: mailto- und tel-Verweise im ausgelieferten HTML sowie auf der Kontaktseite.

Warum es zählt: Ein Agent, der einen Ansprechpartner extrahieren soll, gibt bei einer Adresse als Bild oder hinter JavaScript auf und empfiehlt den Nächstbesten. Auch E-Mail-Verschleierung durch ein CDN fällt hierunter.

Bestanden ab: Mindestens drei von vier Signalen vorhanden.

Formulare maschinell ausfüllbar

Gemessen wird: Verhältnis von Feldern zu name-Attributen und verknüpften Labels.

Warum es zählt: Ein Agent füllt aus, was er benennen kann. Ohne Beschriftung bleibt unklar, welches Feld welche Angabe erwartet.

Bestanden ab: Nahezu alle Felder benannt und beschriftet. Ohne Formular nicht anwendbar.

Schnittstelle für Agents

Gemessen wird: OpenAPI-Beschreibung, MCP-Server-Card oder ein Verweis darauf.

Warum es zählt: Ohne maschinenlesbare Beschreibung muss ein Agent die Schnittstelle aus Prosa erschließen. Mit ihr kann er sie als Werkzeug einbinden.

Bestanden ab: Mindestens eine maschinenlesbare Beschreibung erreichbar. Ohne Schnittstelle nicht anwendbar.

Strukturierte Fehlerantworten

Gemessen wird: Medientyp der Antwort auf einen gezielten Fehlaufruf der Schnittstelle.

Warum es zählt: Eine HTML-Fehlerseite ist für einen Agenten nicht auswertbar. Er kann nicht unterscheiden, ob die Anfrage falsch war oder der Dienst ausgefallen ist.

Bestanden ab: JSON mit stabilem Fehlercode. Ohne Schnittstelle nicht anwendbar.

Spezifikation: RFC 9457, Problem Details

Was der Check nicht misst

Vier Einschränkungen, die zur Einordnung des Ergebnisses gehören. Wir nennen sie, weil ein Befund ohne seine Grenzen keine Entscheidungsgrundlage ist.

Eine Seite, nicht der ganze Auftritt

Gemessen wird die angegebene Adresse plus eine Handvoll erwartbarer Nebenressourcen. Ein Auftritt mit hervorragender Startseite und einer schlecht gebauten Produktsektion bekommt hier einen zu guten Wert. Für eine Aussage über den gesamten Bestand braucht es einen Lauf über die Sitemap.

Der Standort der Messung verzerrt

Wir fragen von einem europäischen Rechenzentrum aus an. Viele Firewalls behandeln Rechenzentrums-Adressen anders als Anschlüsse von Privatpersonen. Ein Ergebnis kann deshalb strenger ausfallen, als ein Besucher es erlebt, und milder, als ein Agent aus einem anderen Netz es erlebt.

Kein Urteil über den Inhalt

Ob deine Texte fachlich überzeugen, ob dein Angebot zum Suchenden passt, ob deine Marke in Modellantworten überhaupt vorkommt: nichts davon steht hier. Das ist die Frage nach Sichtbarkeit und Zitierfähigkeit, und dafür gibt es einen anderen Befund.

Momentaufnahme

Bot-Regeln, CDN-Einstellungen und Consent-Werkzeuge ändern sich ohne Deploy. Ein Wert von heute sagt nichts über den Zustand in vier Wochen. Wiederholte Messung ist Teil der Arbeit, nicht ein Extra.

Warum das nicht dasselbe ist wie SEO

Unser SEO- und GEO-Checker bewertet Inhalte und Sichtbarkeit: Keywords, Rankings, Zitierfähigkeit in KI-Antworten. Dieser Check bewertet die Oberfläche darunter. Eine Website kann inhaltlich hervorragend sein und trotzdem für Agents unbrauchbar, weil die Firewall sie abweist oder der Text erst nach Zustimmung erscheint. Beide Ergebnisse ergänzen sich, sie ersetzen sich nicht.

Häufige Fragen

Was misst Is-Agentic EU genau?
Er ruft deine Website so ab, wie es ein AI-Agent tut: ohne JavaScript-Ausführung, ohne Anmeldung, mit den User-Agents bekannter KI-Crawler. Bewertet werden 28 Prüfpunkte in fünf Bereichen, von der Erreichbarkeit über strukturierte Daten bis zu den europäischen Pflichtangaben. In der Tiefenprüfung kommen vier weitere Punkte dazu, die nur im gerenderten Zustand sichtbar sind.
Warum bekommt meine Website hier eine andere Note als bei einem US-Werkzeug?
Zwei Gründe. Erstens gewichten wir für europäische Unternehmen: fehlende Entwickler-Schnittstellen kosten keine Punkte, dafür zählen Consent, Impressum und Nutzungsvorbehalt zusammen 15 Prozent. Zweitens hängt das Ergebnis davon ab, von wo geprüft wird. Viele Firewalls sperren Rechenzentrums-IPs, und genau von dort kommen auch die Agents.
Wie kommt der Zahlenwert zustande?
Je Bereich wird das Verhältnis erreichter zu erreichbaren Punkten gebildet und auf das Bereichsgewicht hochgerechnet: Zugang 30, Verständnis 25, Auffindbarkeit 20, EU-Konformität 15, Handlungsfähigkeit 10. Nicht anwendbare Punkte fallen aus Zähler und Nenner. Junge Standards liegen außerhalb der Wertung und können höchstens fünf Bonuspunkte beisteuern. Die Rubrik trägt eine Versionsnummer, damit zwei Läufe vergleichbar bleiben.
Was ist der Unterschied zwischen Standardlauf und Tiefenprüfung?
Der Standardlauf misst das ausgelieferte HTML, also den Zustand, in dem ein Agent eine Seite üblicherweise sieht. Die Tiefenprüfung startet zusätzlich einen Browser ohne Oberfläche und vergleicht beides. Sie zeigt, wie viel Inhalt erst durch JavaScript entsteht, ob ein Overlay den Klickpunkt blockiert und ob Bedienelemente und Formularbeschriftungen für eine Maschine erkennbar sind. Sie dauert länger und läuft deshalb nur auf Anforderung.
Was passiert beim beobachteten Agentendurchlauf?
Ein Sprachmodell bekommt eine Aufgabe, etwa einen Ansprechpartner zu finden, und höchstens sechs Schritte auf deiner Website. Es entscheidet selbst, welche Seiten es öffnet. Am Ende steht, ob die Aufgabe gelöst wurde, welchen Weg das Modell genommen hat und wo es hängen geblieben ist. Dafür gehen Seiteninhalte an einen Anbieter außerhalb der EU, deshalb startet dieser Teil ausschließlich nach ausdrücklicher Einwilligung.
Werden Daten meiner Website gespeichert?
Wir halten die geprüfte Adresse, das Datum und das Messergebnis fest. Bei einem Lauf ohne Befund-Anforderung ist das alles: keine IP-Adresse, keine Browserkennung. Die brauchen wir nur, wenn du den ausführlichen Befund anforderst, zusammen mit deiner E-Mail-Adresse. Löschung jederzeit formlos an office@blckalpaca.at.
Belastet die Prüfung meinen Server?
Sie besteht aus rund zwei Dutzend Abrufen innerhalb weniger Sekunden, mit gedeckelter Zahl gleichzeitiger Verbindungen, vergleichbar mit einem Besucher, der schnell durch die Seite klickt. Wir treten dabei mit einer eindeutigen Kennung auf, die du in deinen Logs erkennst.
Kann ich fremde Domains prüfen?
Ja, der Check funktioniert für jede öffentlich erreichbare Adresse. Interne Netze, lokale Adressen und Adressen, die per DNS dorthin zeigen, werden abgewiesen, auch dann, wenn die Auflösung erst während des Verbindungsaufbaus umspringt.

Der Befund ist der Anfang, nicht das Ergebnis.

Wir setzen die Punkte um, die deinen Score bewegen, und messen danach nach.