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Featured Snippets: -64% Sichtbarkeit, aber 42,9% CTR wenn sie erscheinen

Lucas Blochberger··Aktualisiert 11. Juni 2026
Definition

Featured Snippets sind hervorgehobene Antwortboxen oberhalb der klassischen Google-Treffer (oft "Position Zero" genannt), die eine Frage direkt in der Suche beantworten. Ihre Sichtbarkeit ist 2025 stark gesunken, von 15,41 % auf 5,53 % der untersuchten US-SERPs, doch wo sie erscheinen, erreichen sie mit rund 42,9 % CTR auf Position 1 eine höhere Klickrate als das organische Top-Ergebnis. Dieselbe extrahierbare On-Page-Struktur bedient zugleich People Also Ask und AI Overviews.

Auf einen Blick

  • Featured-Snippet-Sichtbarkeit sank von 15,41 % (Januar) auf 5,53 % (Juni 2025), ein relativer Rückgang von 64 % auf US-Desktop-SERPs.
  • Der Rückgang korreliert sehr stark (-0,9053) mit dem Wachstum von AI Overviews, ist aber keine bewiesene Kausalität.
  • Wo das Snippet erscheint, erreicht Position 1 eine CTR von 42,9 % und liegt damit über dem organischen Top-Ergebnis mit 39,8 %.
  • People Also Ask ist mit 49,37 % Desktop-Abdeckung rund sechsmal häufiger als ein Featured Snippet und das stabilere On-Page-Ziel.
  • FAQ-Rich-Results gibt es nur noch für autoritative Behörden- und Gesundheitsseiten, HowTo ist seit September 2023 deprecated; das Markup wird nur noch fürs Seitenverständnis geparst.
  • Dieselbe extrahierbare Frage-Antwort-Struktur (40-60-Wort-Antwort nach einer Frage-Überschrift) bedient Snippets, PAA und AI Overviews zugleich.
  • Title-Tags mit 40 bis 60 Zeichen erzielen eine um 8,9 % bessere CTR, ein zentraler Hebel im Zero-Click-Zeitalter.

Warum Featured Snippets 2026 zwischen Bedeutungsverlust und Top-CTR stehen

Featured Snippets waren jahrelang das begehrteste organische SERP-Feature: die hervorgehobene Antwortbox oberhalb der klassischen Treffer, intern oft als "Position Zero" bezeichnet. 2025 hat sich ihre Rolle drastisch verschoben. Auf Basis von einer Million US-Desktop-SERPs erschien das Feature im Juni 2025 nur noch auf 5,53 % der SERPs, gegenüber 15,41 % im Januar 2025, ein relativer Rückgang von 64 %. Dieser Einbruch korreliert in derselben Analyse sehr stark (-0,9053) mit dem Wachstum von AI Overviews. Die Daten stammen aus dem US-Markt; die Methodik basiert auf zufällig gewählten Desktop-SERPs.

Gleichzeitig bleibt das Feature dort, wo es noch ausgespielt wird, extrem wertvoll. Laut einer Analyse von Klickraten nach Ranking-Position erreicht ein Snippet auf Position 1 eine CTR von 42,9 %, während das organische Top-Ergebnis ohne Feature bei 39,8 % liegt. Für B2B-Unternehmen im DACH-Raum ergibt sich daraus eine klare Doppelaufgabe: Snippet-Optimierung dort gezielt einsetzen, wo das Format überhaupt noch erscheint, und dieselbe extrahierbare Antwortstruktur nutzen, um in AI Overviews und People Also Ask sichtbar zu bleiben. Bei erklärungsbedürftigen Themen mit langem Kaufzyklus entscheidet diese On-Page-Disziplin über die Markensichtbarkeit in der Antwortphase.

Welche Snippet-Formate 2026 noch ausgespielt werden

Google zeigt Featured Snippets weiterhin in vier Grundformaten, deren Häufigkeit sich jedoch verschoben hat:

Paragraph-Snippets: kurze Fließtext-Antworten auf Definitions- und "Was ist"-Fragen. Sie sind das verbreitetste Format und genau jener Typ, den AI Overviews bei rein informationalen Queries zunehmend überlagern.

Listen-Snippets: nummerierte oder ungeordnete Listen für Prozesse, Rankings und Aufzählungen. Sie überleben bei Anleitungs- und Vergleichsfragen häufiger, weil eine klare Schrittfolge schwer durch einen Fließtext zu ersetzen ist.

Tabellen-Snippets: strukturierte Daten wie Preise, Spezifikationen oder Vergleichswerte. Für B2B-Produkte mit Leistungsmerkmalen ein stabiler Anker, sofern die Tabelle sauber im HTML ausgezeichnet ist.

Video-Snippets: hervorgehobene Videoausschnitte mit Sprungmarken, meist aus YouTube. Relevant für demonstrationslastige Themen, aber im klassischen Text-B2B selten.

Der strategische Punkt: AI Overviews übernehmen vor allem informationale Top-of-Funnel-Queries, bei denen ein einzelner Absatz die Antwort liefert. Faktische, transaktionale und mehrdeutige Queries behalten klassische Snippets häufiger. Für die On-Page-Praxis heißt das, Snippet-Strukturen weiter zu pflegen, die Erwartung an reine Definitions-Snippets aber realistisch zu halten.

Das Paradox: -64 % Sichtbarkeit, 42,9 % CTR

Der Widerspruch lässt sich klar beziffern. Die Wahrscheinlichkeit, dass für eine Query überhaupt ein Snippet erscheint, ist gesunken: von 15,41 % im Januar auf 5,53 % im Juni 2025. Wenn das Snippet jedoch erscheint, ist die Klickausbeute hoch, mit 42,9 % CTR auf Position 1.

Wichtig ist eine historische Einordnung, damit die Erwartung nicht überdreht. Eine ältere, breit angelegte Untersuchung zeigte ein anderes Bild: Damals erhielt ein Snippet auf Position 1 nur rund 8,6 % der Klicks, während die direkt darunter rankende Seite etwa 19,6 % erreichte. Ohne Snippet bekam diese Seite hingegen rund 26 % der Klicks. Die beiden Studien messen unterschiedliche Zeitpunkte und Methoden; gemeinsam zeigen sie, dass die Snippet-CTR stark vom SERP-Layout und vom Query-Typ abhängt. In derselben älteren Analyse hatten rund 12,29 % der Suchanfragen ein Featured Snippet, ein Wert, der bis 2025 deutlich gefallen ist.

Daraus folgt eine pragmatische Priorisierung. On-Page-Optimierung auf Snippets lohnt sich besonders bei Bottom-of-Funnel-Anfragen, faktischen oder transaktionalen Queries und Marken- beziehungsweise Produktbegriffen, bei denen ein Klick echten Geschäftswert hat. Weniger lohnend ist sie bei breiten informationalen Fragen, die ohnehin von einem AI Overview beantwortet werden und kaum noch einen klassischen Snippet auslösen.

On-Page-Mechanik für Position Zero

Die Struktur, die Snippets gewinnt, ist dieselbe, die AI-Systeme bevorzugt zitieren: präzise, extrahierbare Antworten.

Frage-Antwort-Architektur: Formulieren Sie H2- oder H3-Überschriften als die Frage, die der Nutzer stellt, und liefern Sie direkt darunter eine kompakte, vollständige Antwort. Der Antwortblock sollte ohne Kontext der restlichen Seite verständlich sein.

Definitionssätze voranstellen: Beginnen Sie den Antwortblock mit einem klaren Aussagesatz nach dem Muster "X ist ...". Google extrahiert Definitionen bevorzugt aus solchen Konstruktionen.

Saubere Heading-Hierarchie: Eine logische H1-H2-H3-Gliederung hilft Crawlern und AI-Systemen, Antwortblöcke ihren Fragen zuzuordnen. Vermeiden Sie übersprungene Ebenen und rein gestalterische Überschriften.

Korrekt ausgezeichnete Listen und Tabellen: Nutzen Sie echtes HTML (<ol>, <ul>, <table>) statt nachgebauter Layouts mit Zeilenumbrüchen oder Bildern. Nur strukturiertes Markup ist sicher extrahierbar.

Antwort vor Detailtiefe: Geben Sie die Kurzantwort zuerst, dann die ausführliche Erläuterung. Diese "Antwort zuerst"-Logik bedient gleichzeitig Snippet-Extraktion und ungeduldige Leser.

Diese Mechanik ist kein Trick, sondern gute Informationsarchitektur. Sie verbessert die Verständlichkeit für Menschen und Maschinen zugleich.

Schema-Markup on-page nach dem FAQ- und HowTo-Aus

Die strukturierten Daten, die früher reichweitenstarke Rich Results auslösten, sind weitgehend entwertet. Google hat angekündigt, dass FAQ-Rich-Results nur noch für etablierte, autoritative Behörden- und Gesundheitsseiten ausgespielt werden, für alle anderen Seiten nicht mehr regelmäßig. HowTo-Rich-Results wurden zum 13. September 2023 abgeschaltet und gelten seither als deprecated. Wichtig für die Praxis: Nicht genutztes Markup schadet nicht, hat laut Google aber auch keine sichtbaren Effekte in der Suche.

Daraus ergibt sich eine klare Trennung. SERP-wirksam und damit weiter prioritär sind Markup-Typen mit aktiven Rich Results, insbesondere Article, Product, Breadcrumb und Organization. FAQPage- und HowTo-Markup dienen für die meisten B2B-Seiten dagegen nur noch dem Seitenverständnis und potenziell der GEO-Sichtbarkeit, nicht mehr der klassischen SERP-Darstellung.

JSON-LD statt Inline-Markup: Implementieren Sie strukturierte Daten als JSON-LD im <head> oder <body>. Das ist Googles empfohlenes Format und am wartungsfreundlichsten.

Konsistenz zum sichtbaren Inhalt: Markup muss exakt den Inhalt abbilden, der für Nutzer sichtbar ist. Abweichungen riskieren Strukturdaten-Verstöße.

Organization und Author belegen Entitäten: Saubere Organization- und Person-Auszeichnung verankert Marke und Autoren als erkennbare Entitäten, was für E-E-A-T und AI-Quellenwahl zunehmend zählt.

People Also Ask: das häufigere und stabilere Feature

Während klassische Snippets seltener werden, bleibt People Also Ask das deutlich verbreitetere SERP-Feature. Laut einer Studie über eine Million Keywords erscheint PAA auf 49,37 % der Desktop-SERPs und 52,27 % der Mobile-SERPs. Damit ist PAA rund sechsmal wahrscheinlicher als ein Featured Snippet. Auch hier dominiert das Paragraph-Format: 79 % der PAA-Boxen sind Absätze aus Website-Inhalten. Diese Daten stammen aus dem US-Desktop-Datensatz und sind nicht eins zu eins auf den DACH-Markt übertragbar, zeigen aber die Größenordnung.

Für die On-Page-Arbeit folgt daraus ein konkretes Vorgehen:

PAA-Cluster recherchieren: Sammeln Sie die zu Ihrem Hauptkeyword angezeigten PAA-Fragen und gruppieren Sie sie thematisch. Sie zeigen die echte Fragelogik der Zielgruppe.

In Frage-Antwort-Blöcken beantworten: Bauen Sie zu jeder relevanten PAA-Frage einen eigenen Frage-Antwort-Block mit kompakter Antwort und anschließender Vertiefung.

Antwort-Hubs intern verlinken: Verknüpfen Sie diese Blöcke sinnvoll untereinander und mit zentralen Themenseiten, damit Crawler die Antwort-Hubs als zusammenhängendes Cluster erkennen.

Weil PAA stabiler und häufiger ist als das klassische Snippet, ist es für viele B2B-Seiten der ergiebigere On-Page-Hebel.

Featured Snippets und AI Overviews: dieselbe Brücke

Die zentrale strategische Erkenntnis: Snippet-Optimierung und GEO sind technisch verwandt. Beide belohnen präzise, eigenständig verständliche Antwortblöcke. Wer für Position Zero schreibt, schreibt zugleich für die Zitierfähigkeit in AI-Antworten.

Die Klickdynamik hat sich allerdings verschoben. Eine Verhaltensstudie zeigte, dass Nutzer mit AI-Zusammenfassung in 8 % der Besuche auf einen klassischen Treffer klickten, ohne Zusammenfassung dagegen in 15 %. Ein Link innerhalb der AI-Zusammenfassung selbst wurde nur in 1 % der Besuche angeklickt. Zudem endete die Sitzung bei AI-Zusammenfassungen in 26 % der Fälle, gegenüber 16 % bei rein klassischen Ergebnissen. Diese Zahlen stammen aus einer US-Studie mit 900 Personen und einem Tracking-Datensatz; sie illustrieren das Zero-Click-Risiko, sind aber kein DACH-Wert.

Ergänzend zeigt ein aktueller Re-Run einer Klickstudie, dass das Vorhandensein eines AI Overview inzwischen mit einer um 58 % niedrigeren durchschnittlichen Klickrate für Position-1-Inhalte korreliert. Der früher zitierte Wert von 34,5 % gilt laut derselben Quelle ausdrücklich als überholt. Für DACH-B2B bedeutet das: Sichtbarkeit als zitierte Quelle in der Antwort gewinnt an Gewicht, selbst wenn der direkte Klick seltener wird.

Title Tags und Meta Descriptions als CTR-Hebel

Wo der Klick noch möglich ist, entscheidet das Snippet-Listing über die CTR. Hier sind die Stellschrauben messbar. Eine Analyse von vier Millionen Suchergebnissen zeigt, dass Title-Tags mit 40 bis 60 Zeichen eine um 8,9 % bessere durchschnittliche CTR haben als Titel außerhalb dieses Bereichs. Außerdem erzielen positiv formulierte Titel eine um 4,1 % höhere absolute CTR als negative. Zur Einordnung der Größenordnung: In derselben Studie erhielt das organische Top-Ergebnis 27,6 % aller Klicks. Diese Werte stammen aus dem internationalen Datensatz.

Längen-Sweetspot einhalten: Halten Sie Titel im 40-bis-60-Zeichen-Korridor, damit sie weder abgeschnitten noch zu kurz wirken. Google rendert nach Pixelbreite, deshalb ist die Zeichenzahl nur eine Näherung.

Frage- und Nutzenformate testen: Frageformulierungen und konkrete Nutzenversprechen können die Relevanzwahrnehmung erhöhen, besonders wenn sie die PAA-Sprache der Zielgruppe spiegeln.

Descriptions als Klickanreiz, nicht als Ranking-Faktor: Meta Descriptions beeinflussen kein Ranking, prägen aber den Klick. Rechnen Sie damit, dass Google sie häufig umschreibt, und liefern Sie trotzdem einen prägnanten, query-nahen Vorschlag.

Sie-Ansprache und Fachbegriffe: Im DACH-B2B passen seriöse Sie-Ansprache und korrekte Fachterminologie zur Erwartung der Entscheider und stärken die Relevanz für deutschsprachige Queries.

E-E-A-T und Helpful Content als Auswahlvoraussetzung

Snippet- und AI-Auswahl setzen Vertrauen voraus. Dünne, rein auf Extraktion getrimmte Blöcke reichen nicht mehr. Da FAQ-Markup für die meisten Seiten keine Rich Results mehr auslöst, bringt das massenhafte Anhängen von FAQ-Blöcken keinen SERP-Vorteil. Stattdessen zählen Substanz und nachvollziehbare Herkunft.

Autoren sichtbar machen: Versehen Sie Fachartikel mit echten Autoren, Qualifikation und Person-Markup. Erkennbare Expertise stützt die Vertrauenssignale.

Quellen und Daten belegen: Verlinken Sie Primärquellen und nutzen Sie, wo möglich, eigene Daten. Originäre Zahlen aus der eigenen Praxis sind schwer ersetzbar und werden bevorzugt zitiert.

Aktualität pflegen: Datieren und aktualisieren Sie Inhalte sichtbar. Veraltete Werte untergraben die Auswahl als Snippet- oder AI-Quelle.

Tiefe statt Dünnschicht: Beantworten Sie die Frage vollständig statt mit einem isolierten Satz. Helpful-Content-Logik belohnt Inhalte, die das Anliegen wirklich lösen.

Messen statt raten: Position-Zero- und PAA-Tracking

Sichtbarkeitsverluste bei SERP-Features fallen ohne gezieltes Monitoring oft erst spät auf, weil Rankings stabil aussehen, während Features verschwinden.

SERP-Feature-Reports: Verfolgen Sie in Ihrem Rank-Tracking, für welche Keywords Snippets, PAA und AI Overviews erscheinen und ob Sie die Quelle sind. Der Markt-Rückgang von 15,41 % auf 5,53 % Snippet-Abdeckung zeigt, wie schnell sich die Feature-Landschaft verändert.

Position-Zero-Monitoring: Beobachten Sie gezielt, ob gewonnene Snippets gehalten werden. Verluste sind ein Frühindikator für verändertes SERP-Layout.

CTR by Position in der GSC: Werten Sie in der Google Search Console die CTR je Position aus. Sinkt die CTR bei stabiler Position, deutet das auf neue Features oberhalb Ihres Treffers hin.

PAA-Abdeckung verfolgen: Da PAA rund sechsmal häufiger als Snippets erscheint, lohnt das systematische Tracking der PAA-Präsenz besonders.

DACH- und Österreich-Realität

Für den österreichischen und DACH-Markt gelten einige Besonderheiten. Google hält hier einen nahezu vollständigen Suchmaschinen-Marktanteil, weshalb die genannten Google-Mechaniken den Markt faktisch definieren. Wichtig ist, dass die zitierten Studien überwiegend US-Daten abbilden; die Größenordnungen sind übertragbar, die absoluten Werte nicht.

Deutschsprachige Queries haben eigene Eigenheiten. Die seriöse Sie-Ansprache, präzise Fachbegriffe und lokale Entitäten wie Firmierungen, Standorte und Branchenbegriffe prägen die Suchintention im B2B. Gerade erklärungsbedürftige B2B-Themen profitieren von Snippet- und PAA-Optimierung, weil Entscheider mit detaillierten, oft mehrteiligen Fragen suchen. Wer diese Fragen on-page sauber in Frage-Antwort-Blöcken beantwortet, bedient klassische Snippets, People Also Ask und AI Overviews mit derselben Inhaltsarchitektur und sichert so Sichtbarkeit über alle Antwortflächen hinweg.

Weiterführendes

Featured Snippets sind 2026 kein Selbstläufer mehr, aber auch kein verlorener Kanal. Die strategisch richtige Reaktion ist nicht, Snippet-Optimierung aufzugeben, sondern sie in eine breitere Antwort-Strategie einzubetten: extrahierbare Antwortblöcke schreiben, die gleichzeitig Snippets, PAA und AI Overviews bedienen, das SERP-wirksame Schema-Markup pflegen und die Feature-Sichtbarkeit konsequent messen. Ergänzend lohnt der Blick auf die verwandten On-Page-Themen Heading-Hierarchie und Content-Struktur, Schema-Markup on-page, People Also Ask sowie GEO-on-page, die in dieser Wissensdatenbank vertieft werden.

Daten & Statistiken

Featured-Snippet-Sichtbarkeit sank von 15,41 % (Januar 2025) auf 5,53 % (Juni 2025), relativer Rückgang von 64 %; Korrelation -0,9053 mit AI-Overview-Wachstum (1 Mio. US-Desktop-SERPs)

Ahrefs Blog — How SERP Features Have Evolved in the AI Era (Ryan Law) (2025)

Featured Snippet / Snippet auf Position 1 erreicht 42,9 % CTR vs. 39,8 % organisch #1, 18,7 % #2, 10,2 % #3

First Page Sage — Google Click-Through Rates (CTRs) by Ranking Position (2025)

Historisch: Snippet Position 1 ~8,6 % CTR, Seite direkt darunter ~19,6 % (vs. ~26 % ohne Snippet); ~12,29 % der Suchanfragen hatten ein Featured Snippet (2-Mio.-Stichprobe)

Ahrefs Blog — A Study of 2 Million Featured Snippets (Tim Soulo) (2017)

Mit AI-Zusammenfassung klicken 8 % der Besuche auf einen klassischen Treffer (vs. 15 % ohne); 1 % klickt einen Link in der Zusammenfassung; 26 % vs. 16 % Sitzungsende (n=68.879 Suchen, 900 US-Erwachsene)

Pew Research Center (2025)

FAQ-Rich-Results nur noch für autoritative Behörden-/Gesundheitsseiten; HowTo-Rich-Results seit 13. September 2023 deprecated; ungenutztes Markup wird geparst, hat aber keinen sichtbaren SERP-Effekt

Google Search Central Blog — Changes to HowTo and FAQ rich results (John Mueller) (2023)

PAA erscheint auf 49,37 % (Desktop) / 52,27 % (Mobile) der SERPs, rund sechsmal häufiger als ein Featured Snippet; 79 % der PAA-Boxen sind Absatz-Antworten (1 Mio. Keywords, US-Desktop)

Semrush Blog — How to Maximize People Also Ask SEO Opportunities (Study) (2020)

Title-Tags mit 40-60 Zeichen: +8,9 % durchschnittliche CTR; positive Titel: +4,1 % höhere absolute CTR; organisches Top-Ergebnis: 27,6 % CTR (4 Mio. Suchergebnisse)

Backlinko — We Analyzed 4 Million Google Search Results (2025)

Das Vorhandensein eines AI Overview korreliert inzwischen mit einer um 58 % niedrigeren durchschnittlichen CTR für Position-1-Inhalte; der frühere 34,5%-Wert gilt als überholt (Dezember-2025-Daten)

Ahrefs Blog — AI Overviews Reduce Clicks (Update) (2025)

Häufig gestellte Fragen

Sind Featured Snippets 2026 noch relevant?
Ja, aber selektiv. Ihre Sichtbarkeit ist 2025 von 15,41 % auf 5,53 % der untersuchten US-SERPs gefallen, ein Rückgang von 64 %. Wo sie aber erscheinen, erreicht Position 1 eine CTR von 42,9 % und liegt damit über dem organischen Top-Ergebnis mit 39,8 %. Snippet-Optimierung lohnt sich vor allem bei faktischen, transaktionalen und Bottom-of-Funnel-Queries, weniger bei breiten informationalen Fragen, die heute oft von einem AI Overview beantwortet werden.
Warum sind Featured Snippets seltener geworden?
Der Rückgang fällt zeitlich mit dem Ausbau von AI Overviews zusammen. In der zugrunde liegenden Analyse korreliert der Snippet-Rückgang sehr stark (-0,9053) mit dem Wachstum von AI Overviews. Korrelation ist allerdings kein Kausalbeweis. AI Overviews übernehmen vor allem informationale Top-of-Funnel-Anfragen, die früher ein Definitions-Snippet ausgelöst hätten.
Wie optimiere ich On-Page für ein Featured Snippet?
Formulieren Sie eine H2- oder H3-Überschrift als die Nutzerfrage und liefern Sie direkt darunter eine kompakte, eigenständig verständliche Antwort, die mit einem klaren Definitionssatz beginnt. Nutzen Sie echtes HTML für Listen und Tabellen, halten Sie eine saubere Heading-Hierarchie ein und stellen Sie die Kurzantwort vor die Detailtiefe. Diese extrahierbare Struktur bedient gleichzeitig Snippets, People Also Ask und AI Overviews.
Bringt FAQ-Schema-Markup noch Rich Results?
Für die meisten Seiten nicht mehr. Google zeigt FAQ-Rich-Results nur noch für etablierte, autoritative Behörden- und Gesundheitsseiten an, und HowTo-Rich-Results sind seit dem 13. September 2023 abgeschaltet. Das Markup schadet nicht und wird weiter fürs Seitenverständnis geparst, hat für normale Unternehmensseiten aber keinen sichtbaren SERP-Effekt mehr. SERP-wirksam bleiben Article-, Product-, Breadcrumb- und Organization-Markup.
Was ist der Unterschied zwischen Featured Snippets und People Also Ask?
Ein Featured Snippet ist eine einzelne hervorgehobene Antwortbox oberhalb der Treffer. People Also Ask (PAA) ist eine aufklappbare Liste verwandter Fragen mit eigenen Kurzantworten. PAA ist mit 49,37 % Desktop-Abdeckung rund sechsmal häufiger als ein Featured Snippet, und 79 % der PAA-Boxen sind Absatz-Antworten. Für viele B2B-Seiten ist PAA daher der stabilere und ergiebigere On-Page-Hebel.
Lohnt sich Snippet-Optimierung im Zero-Click-Zeitalter überhaupt?
Ja, weil dieselbe Arbeit doppelt zahlt. Präzise, extrahierbare Antwortblöcke gewinnen klassische Snippets und erhöhen zugleich die Chance, in AI Overviews zitiert zu werden. Zwar sinken direkte Klicks: Mit AI-Zusammenfassung klicken nur 8 % der Besuche auf einen klassischen Treffer gegenüber 15 % ohne. Gleichzeitig bleibt die CTR-Optimierung über Title-Tags wirksam, da Titel mit 40 bis 60 Zeichen eine um 8,9 % bessere CTR erzielen. Markensichtbarkeit als zitierte Quelle gewinnt an Gewicht.
Welche Snippet-Formate gibt es und welche werden noch ausgespielt?
Es gibt vier Grundformate: Paragraph-Snippets (Fließtext-Definitionen), Listen-Snippets (Schritte und Rankings), Tabellen-Snippets (Preise und Spezifikationen) und Video-Snippets. Paragraph-Snippets sind am stärksten von AI Overviews betroffen, weil ein einzelner Absatz die Antwort liefert. Listen- und Tabellen-Snippets überleben bei Anleitungen, Vergleichen und strukturierten B2B-Daten häufiger, sofern sie sauber im HTML ausgezeichnet sind.

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