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Share of Voice: Marktanteil in der Suche messen

Lucas Blochberger··Aktualisiert 12. Juni 2026
Definition

Share of Voice (SoV) im SEO misst den Anteil der organischen Suchsichtbarkeit einer Website im Vergleich zu ihren Wettbewerbern fuer ein definiertes Keyword-Set. Die Kennzahl gewichtet Rankings nach Suchvolumen, positionsabhaengiger Klickwahrscheinlichkeit und SERP-Features und zeigt so den relativen Markterfolg in der Suche. SoV ist damit eine kompetitive Metrik, die den eigenen Sichtbarkeitsanteil als Prozentwert am Gesamtmarkt eines Themenfeldes ausdrueckt.

Auf einen Blick

  • Share of Voice misst den relativen Anteil an organischer Sichtbarkeit im Vergleich zu einem definierten Wettbewerber-Set, nicht die isolierte eigene Leistung.
  • Die Berechnung folgt vier Schritten: Keyword-Set definieren, nach Suchvolumen gewichten, positionsabhaengige CTR ansetzen und SERP-Features beruecksichtigen; Grundformel ist eigene Klicks geteilt durch Gesamtklicks des Sets.
  • Der SISTRIX Sichtbarkeitsindex ist ein absoluter Wert je Domain (100 Mio. taegliche Datenpunkte), waehrend SoV immer relativ als Prozentanteil gemessen wird; aus dem Index laesst sich SoV ableiten.
  • Tool-SoV ist eine Schaetzung auf Basis modellierter CTR-Kurven und muss gegen reale Daten aus Google Search Console und GA4 validiert werden.
  • AI Overviews senken die CTR der Top-Ranking-Seite um bis zu 58 Prozent und entkoppeln Ranking von Klick; klassischer SoV sollte daher durch eine KI-Sichtbarkeits-Kennzahl (AI Answer Inclusion Rate) ergaenzt werden.
  • Bei 81,87 Prozent Google-Marktanteil in Oesterreich ist SoV faktisch ein Google-Marktanteil; in B2B-Nischen mit kleinem Suchvolumen ist ein enges, geschaeftsrelevantes Keyword-Set entscheidend fuer stabile Werte.
  • Den groessten Nutzen entfaltet SoV operativ: zur Identifikation von Content-Luecken und Wettbewerbs-Gaps und als mittelfristiger Trend-KPI fuer den SEO-ROI.

Warum Share of Voice fuer B2B-SEO relevant ist

Klassische SEO-Kennzahlen wie Rankings oder organischer Traffic zeigen die eigene Leistung isoliert. Sie beantworten aber nicht die strategisch entscheidende Frage: Wie gross ist mein Anteil am Suchmarkt im Vergleich zum Wettbewerb? Genau hier setzt Share of Voice (SoV) an. Die Kennzahl uebersetzt Sichtbarkeit in einen relativen Marktanteil und macht SEO dadurch fuer Geschaeftsfuehrung und Marketing-Leitung anschlussfaehig.

Der Bezug zum Marktanteil hat eine betriebswirtschaftliche Grundlage. Im klassischen Mediabereich beschreibt das Konzept "Share of Voice korreliert mit Share of Market" die Beobachtung, dass der Werbedruck-Anteil einer Marke langfristig ihren Marktanteil vorzeichnet. Auf die organische Suche uebertragen bedeutet das: Wer ueber ein Keyword-Set hinweg einen hohen Sichtbarkeitsanteil haelt, ist im jeweiligen Themenfeld praesenter und gewinnt tendenziell mehr qualifizierte Nachfrage.

Fuer den DACH-Raum ist diese Praesenz fast vollstaendig an Google gebunden. In Oesterreich entfallen 81,87 % des Suchmaschinenmarkts auf Google, gefolgt von Bing mit 9,01 % und DuckDuckGo mit 2,75 % (StatCounter, Mai 2026). Bei 95,3 % Internetpenetration und 8,69 Millionen Internetnutzern (DataReportal, Januar 2025) ist die Google-Sichtbarkeit faktisch gleichbedeutend mit der digitalen Sichtbarkeit eines Themas. SoV misst praktisch den Anteil an genau diesem Markt.

Gerade im B2B lohnt sich der Aufwand. 81 % der B2B-Marketer bewerten SEO-Leads als hoeherwertig als PPC-Leads, und SEO-Leads schliessen mit einer Rate von 14,6 % ab gegenueber 1,7 % bei Outbound-Marketing (SEO Sherpa, internationale Daten 2026). Ein hoher SoV in den relevanten Kaufphasen-Keywords bedeutet damit nicht nur Reichweite, sondern Zugriff auf den hochwertigsten Lead-Kanal.

Abgrenzung: Share of Voice, Sichtbarkeitsindex und Marktanteil

Die drei Begriffe werden oft vermischt, messen aber Unterschiedliches.

Share of Voice (kompetitiv): SoV ist immer relativ. Er setzt die eigene geschaetzte organische Sichtbarkeit ins Verhaeltnis zur Gesamtsichtbarkeit eines definierten Wettbewerber- und Keyword-Sets. Ohne Vergleichsbasis gibt es keinen SoV. Semrush definiert SoV als Mass dafuer, wie viel organische Suchsichtbarkeit eine Marke im Vergleich zu Wettbewerbern erfasst, und rechnet beispielhaft: Erzeugen die getrackten Keywords geschaetzt 100.000 Klicks pro Monat und die eigene Seite faengt 6.000 davon ab, betraegt der SoV 6 % (Semrush, 2025).

Sichtbarkeitsindex (absolut): Der SISTRIX Sichtbarkeitsindex ist eine absolute Indexzahl je Domain, kein Prozentanteil. SISTRIX wertet eine Million Keywords mit je 100 Treffern aus, also 100 Millionen Datenpunkte, gewichtet nach Suchvolumen und erwarteter Klickwahrscheinlichkeit der organischen Position und berechnet diesen Wert seit 2016 taeglich bei seit 2008 unveraenderter Methodik (SISTRIX, 2025). Im DACH-Raum gilt der Index redaktionell als De-facto-Referenz fuer Suchsichtbarkeit. Er wird zum SoV erst, wenn man den eigenen Indexwert ins Verhaeltnis zur Summe der Indexwerte eines Wettbewerber-Sets setzt.

Marktanteil (oekonomisch): Der tatsaechliche Umsatz- oder Mengen-Marktanteil eines Unternehmens. SoV ist ein Indikator dafuer, aber kein Ersatz. Eine Marke kann hohen SoV bei niedrigem Marktanteil haben (gute SEO, schwache Conversion) oder umgekehrt.

So wird Share of Voice berechnet

Die Formel folgt immer demselben vierstufigen Prinzip, unabhaengig vom Tool.

  1. Keyword-Set definieren: Eine feste Liste relevanter Suchbegriffe, fuer die SoV gemessen wird. Dieses Set ist die Bezugsgroesse und darf zwischen Messzeitpunkten nicht unbemerkt veraendert werden.
  2. Suchvolumen je Keyword gewichten: Ein Keyword mit hohem Volumen traegt mehr zum SoV bei als ein Nischenbegriff. Ohne Volumengewichtung wuerde ein Top-Ranking fuer ein irrelevantes Keyword genauso zaehlen wie fuer ein umsatzkritisches.
  3. Positionsabhaengige CTR ansetzen: Jede Ranking-Position wird mit ihrer erwarteten Klickwahrscheinlichkeit multipliziert. Position 1 erhaelt deutlich mehr Gewicht als Position 8. Die Top-3-Ergebnisse vereinen laut internationaler Auswertung 68,7 % aller Klicks (Ahrefs, 2026), weshalb die CTR-Kurve steil abfaellt.
  4. SERP-Features beruecksichtigen: Featured Snippets, lokale Packs oder Shopping-Boxen verschieben die Klickverteilung. Semrush bezieht dies explizit ein: Die Schaetzung beruecksichtigt Keyword-Rankings, Suchvolumen, SERP-Features und erwartete Klickraten je Position (Semrush, 2025).

Aus diesen vier Faktoren ergibt sich ein gewichteter, geschaetzter Klick-Anteil. Die Grundformel lautet: eigene geschaetzte organische Klicks geteilt durch gesamte geschaetzte organische Klicks des Keyword-Sets, ausgedrueckt in Prozent.

Praktische Messung in den Tools

Drei Werkzeuge dominieren die SoV-Messung im DACH-Raum, mit unterschiedlichem Ansatz.

Semrush Position Tracking: Hier legen Sie ein konkretes Keyword-Set und eine Wettbewerberliste an. Semrush berechnet daraus einen prozentualen "Visibility"- bzw. Share-of-Voice-Wert nach der oben beschriebenen Methodik mit Rankings, Suchvolumen, SERP-Features und positionsabhaengiger CTR (Semrush, 2025). Der Vorteil ist die volle Kontrolle ueber Keyword- und Wettbewerber-Set.

Ahrefs Rank Tracker und Brand Radar: Der Rank Tracker liefert klassische SoV-Werte fuer getrackte Keywords. Brand Radar erweitert die Perspektive auf Markenpraesenz, zunehmend auch in KI-Antworten. Damit laesst sich SoV ueber die klassische SERP hinaus in Richtung KI-Sichtbarkeit denken.

SISTRIX Sichtbarkeitsindex: SISTRIX liefert keinen direkten SoV-Prozentwert, sondern absolute Indexwerte je Domain auf Basis von 100 Millionen taeglich neu berechneten Datenpunkten (SISTRIX, 2025). Den SoV bilden Sie selbst, indem Sie den eigenen Indexwert durch die Summe der Indexwerte aller relevanten Wettbewerber teilen. Staerke ist die breite, standardisierte Marktabdeckung im DACH-Raum.

Eine wichtige Eigenheit: Alle drei arbeiten mit Schaetzungen auf Basis modellierter CTR-Kurven, nicht mit Ihren realen Klickdaten.

Best Practices: valides Keyword- und Wettbewerber-Set

Die Qualitaet eines SoV-Werts steht und faellt mit dem Set. Empfehlenswert sind folgende Grundsaetze.

  • Keyword-Set an Geschaeftszielen ausrichten: Nur Begriffe aufnehmen, die echtes Geschaeftspotenzial haben. Ein aufgeblaehtes Set mit irrelevanten Keywords verwaessert den Wert.
  • Brand und Non-Brand trennen: Markenkeywords erzeugen kuenstlich hohen SoV. Fuer Wettbewerbsaussagen ist das Non-Brand-Set entscheidend.
  • Wettbewerber-Set realistisch waehlen: Nicht der groesste Konzern, sondern die tatsaechlichen Such-Wettbewerber. Im B2B sind das oft spezialisierte Anbieter, nicht Branchenriesen.
  • Set einfrieren: Fuer Trendvergleiche muss das Set ueber die Zeit stabil bleiben. Jede Aenderung bricht die Vergleichbarkeit.
  • Mit eigenen Daten gegenpruefen: Tool-SoV ist eine Schaetzung. Validieren Sie sie gegen die Realitaet aus der Google Search Console und GA4.

Der Realitaetscheck ist zentral. Die Google Search Console liefert echte Impressionen, Klicks und Durchschnittspositionen fuer Ihre Domain. Weicht der tatsaechliche Klick-Anteil stark von der Tool-Schaetzung ab, stimmt meist die CTR-Annahme des Tools nicht mit Ihrer Realitaet ueberein, etwa wegen AI Overviews oder atypischer SERP-Layouts. GA4 ergaenzt die Sicht um das, was nach dem Klick passiert: Engagement, Conversions und letztlich den Beitrag des organischen Kanals zum Umsatz.

Haeufige Fehler und Limitierungen

SoV ist maechtig, aber leicht zu verzerren. Die typischen Fallstricke:

  • Schaetzungs-Bias: Tool-Werte basieren auf modellierten CTR-Kurven, nicht auf realen Klicks. Aendert sich die SERP-Realitaet, hinkt das Modell hinterher.
  • Keyword-Set-Verzerrung: Ein Set, das die eigenen Staerken ueberbetont, produziert geschoente Werte. Wettbewerber-relevante Themen fehlen dann systematisch.
  • Geraete- und Lokalitaets-Abhaengigkeit: SERPs unterscheiden sich nach Geraet und Standort. Ein in Wien gemessener SoV gilt nicht automatisch fuer ganz Oesterreich oder die DACH-Region.
  • Fehlende Brand-/Non-Brand-Trennung: Wer Markenkeywords nicht herausrechnet, ueberschaetzt den kompetitiven SoV deutlich.
  • Zero-Click-Blindheit: Klassischer SoV unterstellt, dass gute Rankings zu Klicks fuehren. Dieser Zusammenhang erodiert.

Der letzte Punkt ist der gravierendste. 60 % aller Google-Suchen enden 2025 ohne Klick, nach 58 % im Jahr 2024 (SEO Sherpa, internationale Daten 2026). Ein hoher SoV kann also mit sinkendem realem Traffic einhergehen, wenn die SERP die Antwort selbst liefert.

AI Overviews verschieben die Aussagekraft von SoV

Die groesste strukturelle Veraenderung kommt von KI-Antworten in der Suche. Sie entkoppeln Ranking und Klick zunehmend.

Die Verbreitung schwankt, bleibt aber relevant. Laut internationaler Auswertung wurden AI Overviews fuer 6,49 % der Anfragen im Januar 2025 ausgeloest, fuer 24,61 % im Juli und fuer 15,69 % im November (Semrush, 2025, 10 Mio.+ Keywords). Die Klick-Wirkung ist erheblich: Bei vorhandenem AI Overview liegt die durchschnittliche CTR der Top-Ranking-Seite um 58 % niedriger (Ahrefs, 2026, 300.000 Keywords, Dezember 2023 vs. Dezember 2025).

Auch ausserhalb von KI fallen die CTRs. Die CTR auf Position 1 sank von 28 % (2024) auf 19 % (2025), ein Rueckgang um 32 %, Position 2 von 20,83 % auf 12,60 %, ein Minus von 39 % (GrowthSRC, 2025, 200.000+ Keywords). Eine US-Verbraucherstudie zeigt das Verhalten direkt: Mit AI-Zusammenfassung klickten Nutzer in nur 8 % der Besuche auf ein klassisches Ergebnis, ohne Zusammenfassung in 15 %, und auf einen Link in der KI-Antwort selbst nur in 1 % der Faelle (Pew Research, n=900 US-Erwachsene, Maerz 2025).

Konsequenz fuer SoV: Ein klick-basierter SoV unterschaetzt Sichtbarkeit, die in AI Overviews stattfindet, ohne Klick zu erzeugen. Deshalb etabliert sich eine neue, ergaenzende Kennzahl, die AI Answer Inclusion Rate oder KI-Sichtbarkeit. Sie misst, in welchem Anteil der relevanten Anfragen Ihre Marke oder Ihre Inhalte in der KI-Antwort vorkommen oder zitiert werden. Tools wie Ahrefs Brand Radar bewegen sich in genau diese Richtung. Praktisch sollten B2B-Unternehmen klassischen SoV und KI-Sichtbarkeit ab 2026 parallel fuehren.

SoV als KPI im SEO-Reporting

Als Reporting-Kennzahl entfaltet SoV seinen Wert ueber den Trend, nicht den Einzelwert.

  • Benchmarking: SoV einmalig erheben, um die Ausgangslage gegenueber den Top-Wettbewerbern festzulegen.
  • Zielwerte: Konkrete SoV-Ziele je Themen-Cluster definieren, etwa "Non-Brand-SoV im Cluster X von 12 % auf 20 % in zwoelf Monaten".
  • Trendanalyse: Monatliche oder woechentliche Verlaeufe statt Momentaufnahmen. Steigt der eigene SoV, waehrend Wettbewerber fallen, verschieben sich Marktanteile.
  • SEO-ROI-Ableitung: SoV-Zuwaechse mit Klicks aus der Search Console und Conversions aus GA4 verknuepfen, um den oekonomischen Beitrag zu zeigen.

Wichtig fuer die Erwartungssteuerung im Reporting: SoV-Aufbau braucht Zeit. Nur 1,74 % neu veroeffentlichter Seiten erreichen binnen eines Jahres die Top 10 fuer mindestens ein Keyword, und 72,9 % der Top-10-Seiten sind aelter als drei Jahre (Ahrefs, 2026). SoV-Ziele sollten entsprechend mittelfristig angesetzt sein.

DACH-Spezifika und B2B-Praxis-Workflow

Im oesterreichischen B2B kommen einige Besonderheiten zusammen. Die fast vollstaendige Google-Dominanz von 81,87 % (StatCounter, Mai 2026) erlaubt es, SoV praktisch auf Google zu reduzieren. Gleichzeitig sind viele B2B-Nischen durch kleines Suchvolumen gekennzeichnet. Hier wird SoV statistisch instabil, weil einzelne Keyword-Bewegungen den Prozentwert stark schwanken lassen. Die Loesung ist ein bewusst enges, aber geschaeftsrelevantes Keyword-Set und die Akzeptanz, dass absolute Positionen bei Nischenbegriffen oft aussagekraeftiger sind als ein volatiler SoV-Prozentwert.

Lokale SERP-Features wie das Local Pack verschieben den SoV regional. Wer in Oesterreich gegen DACH-weite Wettbewerber misst, sollte die Lokalitaet der Messung explizit festlegen.

Den groessten Nutzen entfaltet SoV, wenn er in Massnahmen uebersetzt wird:

  1. Content-Luecken identifizieren: Keywords im Set, bei denen Wettbewerber hohen SoV haben und Sie nicht ranken, markieren fehlende oder schwache Inhalte.
  2. Wettbewerbs-Gaps priorisieren: Themen mit hohem Suchvolumen und grossem SoV-Rueckstand zuerst angehen, weil dort der Hebel am groessten ist.
  3. SERP-Realitaet pruefen: Vor der Massnahme klaeren, ob ein Keyword ueberhaupt noch klickfaehig ist oder durch AI Overviews dominiert wird.
  4. Erfolg messen: SoV-Veraenderung nach der Massnahme gegen Search-Console- und GA4-Daten validieren, um Schaetzung und Realitaet abzugleichen.

So wird Share of Voice von einer reinen Reporting-Zahl zu einem operativen Steuerungsinstrument, das Content-Roadmap und Wettbewerbsstrategie im DACH-B2B konkret lenkt.

Daten & Statistiken

Google 81,87 %, Bing 9,01 %, DuckDuckGo 2,75 % Suchmaschinen-Marktanteil in Oesterreich

StatCounter Global Stats - Search Engine Market Share Austria (2026)

SoV = geschaetzte eigene organische Klicks / gesamte Klicks des Keyword-Sets; Beispiel 6.000 von 100.000 = 6 %; Methodik aus Rankings, Suchvolumen, SERP-Features und positionsabhaengiger CTR

Semrush - How to Measure SEO Share of Voice (2025)

1.000.000 Keywords x 100 Treffer = 100 Mio. Datenpunkte, gewichtet nach Suchvolumen und Klickwahrscheinlichkeit, taeglich seit 2016 berechnet, Methodik seit 2008 unveraendert

SISTRIX - Berechnung des Sichtbarkeitsindex (2025)

Top-3-Ergebnisse erhalten 68,7 % aller Klicks

Ahrefs - 107 SEO Statistics for 2026 (2026)

Position-1-CTR sank von 28 % (2024) auf 19 % (2025), -32 %; Position 2 von 20,83 % auf 12,60 %, -39 %

GrowthSRC - Google Organic CTR Study (200K Keywords) (2025)

Bei vorhandenem AI Overview 58 % niedrigere durchschnittliche CTR der Top-Ranking-Seite (300.000 Keywords, Dez 2023 vs. Dez 2025)

Ahrefs Blog - AI Overviews Reduce Clicks (2026)

Mit KI-Zusammenfassung 8 % Klick auf klassisches Ergebnis vs. 15 % ohne; 1 % Klick auf KI-Antwort-Link (n=900 US-Erwachsene, Maerz 2025)

Pew Research Center (2025)

AI-Overview-Trigger-Rate: 6,49 % (Jan 2025), 24,61 % (Jul 2025), 15,69 % (Nov 2025), Basis 10 Mio.+ Keywords

Semrush - AI Overviews Study 2025 (2025)

60 % Zero-Click-Suchen 2025, zuvor 58 % 2024

SEO Sherpa - B2B SEO Statistics (2026)

81 % der B2B-Marketer: SEO-Leads hoeherwertig als PPC; SEO-Close-Rate 14,6 % vs. 1,7 % Outbound

SEO Sherpa - B2B SEO Statistics (2026)

8,69 Mio. Internetnutzer und 95,3 % Internetpenetration in Oesterreich (Januar 2025)

DataReportal - Digital 2025: Austria (2025)

Nur 1,74 % neuer Seiten erreichen binnen eines Jahres die Top 10; 72,9 % der Top-10-Seiten sind aelter als 3 Jahre

Ahrefs - 107 SEO Statistics for 2026 (2026)

Häufig gestellte Fragen

Was ist Share of Voice im SEO?
Share of Voice (SoV) misst den Anteil der organischen Suchsichtbarkeit einer Website im Vergleich zu ihren Wettbewerbern fuer ein definiertes Keyword-Set. Die Kennzahl ist relativ und wird als Prozentwert ausgedrueckt. Sie gewichtet Rankings nach Suchvolumen, positionsabhaengiger Klickwahrscheinlichkeit und SERP-Features und zeigt so den relativen Marktanteil eines Themas in der Suche.
Wie berechnet man Share of Voice?
Die Grundformel lautet: eigene geschaetzte organische Klicks geteilt durch die gesamten geschaetzten organischen Klicks des Keyword-Sets, in Prozent. Praktisch erfolgt die Berechnung in vier Schritten: Keyword-Set definieren, je Keyword nach Suchvolumen gewichten, positionsabhaengige CTR ansetzen und SERP-Features beruecksichtigen. Semrush nennt als Beispiel 6.000 von 100.000 geschaetzten Klicks, was einem SoV von 6 Prozent entspricht.
Was ist der Unterschied zwischen Share of Voice und dem SISTRIX Sichtbarkeitsindex?
Der SISTRIX Sichtbarkeitsindex ist eine absolute Indexzahl je Domain auf Basis von rund 100 Millionen taeglich berechneten Datenpunkten, kein Prozentanteil. Share of Voice ist dagegen immer relativ und setzt die eigene Sichtbarkeit ins Verhaeltnis zu einem Wettbewerber-Set. Aus dem Sichtbarkeitsindex laesst sich ein SoV ableiten, indem man den eigenen Indexwert durch die Summe der Indexwerte aller relevanten Wettbewerber teilt.
Welche Tools messen Share of Voice im DACH-Raum?
Im DACH-Raum dominieren Semrush Position Tracking, Ahrefs Rank Tracker mit Brand Radar und SISTRIX. Semrush und Ahrefs liefern direkte SoV-Prozentwerte fuer ein selbst definiertes Keyword- und Wettbewerber-Set. SISTRIX liefert absolute Sichtbarkeitsindex-Werte, aus denen man den SoV selbst bildet. Alle drei arbeiten mit geschaetzten CTR-Kurven, weshalb eine Validierung gegen Google Search Console und GA4 sinnvoll ist.
Wie beeinflussen AI Overviews die Aussagekraft von Share of Voice?
AI Overviews entkoppeln Ranking und Klick. Laut Ahrefs liegt die durchschnittliche CTR der Top-Ranking-Seite bei vorhandenem AI Overview um 58 Prozent niedriger. Ein klick-basierter SoV unterschaetzt damit Sichtbarkeit, die in KI-Antworten stattfindet, ohne Klicks zu erzeugen. Deshalb sollte klassischer SoV ab 2026 durch eine KI-Sichtbarkeits-Kennzahl wie die AI Answer Inclusion Rate ergaenzt werden, die misst, wie oft eine Marke in KI-Antworten vorkommt.
Warum ist Share of Voice fuer oesterreichisches B2B-SEO besonders relevant?
In Oesterreich entfallen 81,87 Prozent des Suchmarkts auf Google, sodass SoV praktisch auf Google reduziert werden kann. Da 81 Prozent der B2B-Marketer SEO-Leads als hoeherwertig als PPC einstufen und SEO-Leads mit 14,6 Prozent gegenueber 1,7 Prozent bei Outbound abschliessen, bedeutet hoher SoV in Kaufphasen-Keywords Zugriff auf den hochwertigsten Lead-Kanal. Herausfordernd sind die oft kleinen Suchvolumina in B2B-Nischen, die ein enges, geschaeftsrelevantes Keyword-Set erfordern.
Welche Fehler treten bei der Share-of-Voice-Messung am haeufigsten auf?
Die haeufigsten Fehler sind: ein verzerrtes Keyword-Set, das eigene Staerken ueberbetont, fehlende Trennung von Brand- und Non-Brand-Keywords, das Ignorieren geraete- und standortabhaengiger SERPs, blindes Vertrauen in geschaetzte Tool-Werte ohne Abgleich mit echten Daten sowie die Zero-Click-Blindheit. Da 60 Prozent der Suchen ohne Klick enden, kann ein hoher SoV mit sinkendem realem Traffic einhergehen, wenn die SERP die Antwort selbst liefert.

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