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Alternative Social Media Plattformen DACH: Welche sich lohnen

Blck Alpaca
Mit KI zusammenfassenChatGPTClaudePerplexity

Öffnet den Chat mit einem vorbereiteten Prompt.

Definition

Alternative Social Media Plattformen sind die Kanäle jenseits von LinkedIn, Instagram, TikTok, YouTube und WhatsApp: Pinterest, Bluesky, Mastodon, Xing, Snapchat, Twitch und Discord. Für Unternehmen in DACH lohnt sich davon nur, was einen konkreten Zweck bedient: Pinterest den visuellen E-Commerce, Bluesky und Mastodon die PR im medialen und öffentlichen Sektor, Xing das Recruiting. Als Reichweitenkanäle taugt keiner von ihnen.

Auf einen Blick

  • Pinterest ist nach unserer Einschätzung der einzige Nebenkanal mit direkter Umsatzlogik: 22,7 Millionen Werbereichweite in Deutschland, 2,50 Millionen in Österreich, ein Werbepublikum mit 72,4 beziehungsweise 73,0 Prozent Frauenanteil, und Nutzer, die in Kaufabsicht suchen.
  • Bluesky hat 41,41 Millionen registrierte Nutzer, laut einer Sekundärauswertung von Backlinko aber nur rund 3,5 Millionen täglich aktive (Schätzung, Stand Oktober 2025); als Reichweitenkanal taugt die Plattform nicht, als PR-Kanal für Medien und Wissenschaft schon.
  • Mastodon lag im Sommer 2025 weltweit unter einer Million monatlich aktiver Nutzer und ist in Deutschland vor allem dort relevant, wo der öffentliche Sektor kommuniziert: Der BfDI betreibt social.bund.de seit Oktober 2020.
  • Xing meldet für September 2025 21 Millionen Nutzer in DACH, eine Eigenangabe ohne ausgewiesenes Aktivitätsniveau; als Content-Kanal ist das Netzwerk nach unserer Einschätzung erledigt, als Jobbörse mit Kununu-Anbindung bleibt es in klassischen Branchen nutzbar.
  • Snapchat erreichte 2025 laut Jugend-Internet-Monitor in Österreich 74 Prozent der Jugendlichen, davon 89 Prozent täglich, und eignet sich damit für junge B2C-Zielgruppen und Employer Branding, nicht für B2B.
  • Discord verlor bei österreichischen Jugendlichen laut Jugend-Internet-Monitor 2025 binnen eines Jahres 6 Prozentpunkte auf 26 Prozent und bleibt ein Werkzeug für Community-Aufbau in Gaming- und Tech-Kontexten.
  • Werbereichweite, Befragungsdaten und offizielle Nutzerzahlen aus Quartalsberichten sind verschiedene Zahlentypen und dürfen nicht in ein gemeinsames Ranking gerechnet werden.

Kanal-Audits enden fast immer bei derselben Liste: Pinterest, Bluesky, Mastodon, Xing, Snapchat, Twitch, Discord. Irgendwer im Team hat dort vor Jahren ein Profil angelegt, irgendwer fragt einmal im Quartal, ob man da nicht etwas machen müsste. Dazu kommen neue Social Media Plattformen, die alle paar Monate Aufmerksamkeit einfordern. Die Kosten eines Nebenkanals stecken dabei selten im Media-Budget. Sie stecken in Redaktionsplanung, Freigabeschleifen, Community Management und Reporting, also in der knappsten Ressource im Team. Die richtige Ausgangsfrage lautet deshalb nicht, ob eine Plattform Nutzer hat, sondern ob sie einen Zweck erfüllt, den ein bestehender Kanal nicht schon besser erfüllt.

Wann sich ein Nebenkanal rechnet

Vier Kriterien reichen für die Entscheidung, und alle vier müssen zutreffen.

Zielgruppen-Deckung: Die Menschen, die du erreichen willst, sind dort in relevanter Zahl und im passenden Modus unterwegs. Registrierte Accounts belegen das nicht, tägliche Nutzung schon.

Format-Wiederverwendung: Der Kanal lässt sich mit Material bespielen, das ohnehin entsteht. Wer für Pinterest eigene Grafikformate und für Discord eigene Moderation braucht, zahlt zweimal.

Eigener Zweck: Der Kanal leistet etwas, das LinkedIn, Instagram oder die eigene Website nicht leisten. Reichweite allein ist kein Zweck.

Messbarkeit: Du kannst nach drei Monaten sagen, ob es funktioniert hat. Bei werbefreien Plattformen ohne brauchbare Analytics ist das schwierig, und das ist ein Argument gegen sie.

Als Richtwert aus der Praxis: Ein Nebenkanal ohne festen Slot im Wochenplan produziert Karteileichen. Ein Profil, dessen letzter Beitrag ein Jahr alt ist, schadet mehr als ein fehlendes Profil. Wie sich die großen Kanäle in der Region verteilen, zeigen die Nutzerzahlen für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Pinterest für Unternehmen: der Nebenkanal mit Umsatzlogik

Pinterest ist unter den kleinen Kanälen der Ausreißer, weil die Nutzung selbst kommerziell ist. Wer dort sucht, plant eine Küche, eine Hochzeit, ein Outfit oder ein Menü, also früh im Entscheidungsprozess. Das macht die Plattform näher an einer Suchmaschine als an einem Social Feed.

Global meldete Pinterest für das erste Quartal 2026 631 Millionen monatlich aktive Nutzer, ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr und das zehnte Quartal in Folge mit zweistelligem Wachstum (Pinterest, Quartalsmitteilung Q1 2026). In Deutschland liegt die Werbereichweite bei 22,7 Millionen Nutzern, 72,4 Prozent des Werbepublikums sind weiblich (DataReportal Digital 2026, Erhebungsstand Oktober 2025). In Österreich sind es 2,50 Millionen Nutzer, 31,2 Prozent der werblich erreichbaren Bevölkerung ab 13 Jahren, davon 73,0 Prozent weiblich (DataReportal Digital 2025). Für die Schweiz liegt keine belastbare Einzelzahl vor.

Behalten solltest du Pinterest, wenn dein Produkt visuell ist, in eine der starken Kategorien fällt (Mode, Interior und Wohnen, DIY, Hochzeit, Food, Beauty, Reisen) und du online verkaufst. Streichen kannst du den Kanal, wenn du B2B-Software, Industriegüter oder erklärungsbedürftige Dienstleistungen mit langem Sales-Cycle anbietest. Der Kaufabsichts-Vorteil zahlt nur ein, wenn am Ende ein Shop steht, weshalb Pinterest eher in den Kontext von Social Commerce und Social Shopping gehört als in den klassischen Redaktionsplan.

Bluesky und Mastodon: PR-Kanäle, keine Reichweitenkanäle

Bluesky wuchs 2025 deutlich: von 25,94 auf 41,41 Millionen registrierte Nutzer, knapp 60 Prozent Zuwachs (Bluesky Transparency Report, veröffentlicht am 29. Januar 2026). Die entscheidende Zahl steht dort nicht. Die täglich aktiven Nutzer lagen nach der Sekundärauswertung von Backlinko im Oktober 2025 bei rund 3,5 Millionen, also bei etwa einem Zwölftel der Registrierungen. Das ist eine Schätzung, keine offizielle Kennzahl, und sie ist der Grund, warum Bluesky als Reichweitenkanal ausfällt. Bei der Länderverteilung gehen die Auswertungen auseinander: SocialPilot weist für April 2026 5,02 Prozent des Bluesky-Traffics für Deutschland aus, Rang vier hinter den USA, Großbritannien und Japan, während Backlinko unter Berufung auf den Bluesky-CEO die USA, Japan und Brasilien als größte Märkte nennt.

Was Bluesky trotzdem interessant macht: Die deutschsprachige Journalismus-, Wissenschafts- und Tech-Community hat sich dort in nennenswerter Dichte eingerichtet, und die Plattform ist werbefrei. Es gibt kein Paid-Layer, mit dem sich Schwäche kompensieren lässt, und keine Kampagnenmetrik, mit der du den Kanal gegenüber der Geschäftsführung rechtfertigst. Wer Bluesky als Ersatz für X prüft, sollte zuerst klären, welche Rolle X und Threads im eigenen Mix überhaupt noch spielen: dazu die Einordnung zu Facebook, X und Threads im B2B.

Mastodon ist noch kleiner. Unter einer Million monatlich aktiver Nutzer weltweit bei rund 10 Millionen registrierten Accounts, Stand Sommer 2025. Weil das Netz dezentral aufgebaut ist, gibt es keine offizielle Gesamtkennzahl, und die verfügbaren Zahlen hängen stark von der Erhebungsmethode ab. Ob Deutschland das größte Mastodon-Land ist, hängt genau daran: ThinkImpact ordnet über 27 Prozent der Mastodon-Nutzer Deutschland zu, die Traffic-Analyse von Marketful sieht bei der Instanz mastodon.social dagegen die USA vorn.

Der eigentliche Grund, Mastodon in DACH ernst zu nehmen, ist institutionell. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit startete im Oktober 2020 die Instanz social.bund.de, auf der unter anderem Bundesregierung, Bundestag, BSI, Zoll, DWD und die obersten Bundesgerichte vertreten sind. Im Januar 2021 folgte bawü.social des Landesbeauftragten in Baden-Württemberg, 2022 startete der Europäische Datenschutzbeauftragte das Pilotprojekt EU Voice mit rund 20 EU-Institutionen. Wer als Behörde, Forschungseinrichtung oder öffentlich-rechtlicher Betrieb kommuniziert, hat dort ein Publikum. Wer Produkte verkauft, hat dort keines.

Xing: Recruiting-Rest statt Content-Kanal

Xing nennt für September 2025 21 Millionen Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz, eine Eigenangabe der New Work SE ohne unabhängige Prüfung. Wie viele dieser Nutzer aktiv sind, weist das Unternehmen nicht aus. Xing gehört seit Juni 2025 vollständig zu Hubert Burda Media, und der Umsatz der New Work SE ging nach den veröffentlichten Geschäftszahlen von 313,4 Millionen Euro im Jahr 2022 auf 305,6 Millionen Euro im Jahr 2023 zurück.

Als Content- und Thought-Leadership-Kanal ist Xing nach unserer Einschätzung nicht mehr tragfähig. Es gibt keinen Grund, dort dieselben Beiträge zu spiegeln, die auf LinkedIn laufen, weil die Interaktionsdichte fehlt und die Zeit für das Zweitprofil an anderer Stelle mehr bringt. Den vollständigen Authority-Vergleich der beiden Netzwerke behandelt der Artikel zu LinkedIn vs. XING im DACH-Raum.

Was bleibt, ist Recruiting. Xing funktioniert als Jobbörse mit Kununu-Anbindung, und zwar dort, wo LinkedIn schwach ist: kaufmännische Rollen im Mittelstand, gewerbliche und handwerksnahe Berufe, regionale Ausschreibungen abseits der großen Städte. Die pragmatische Variante sieht so aus: Unternehmensprofil aktuell halten, Stellenanzeigen aus dem Bewerbermanagement dorthin syndizieren, Kununu-Bewertungen beantworten. Kein eigener Redaktionsplan, kein eigenes Reporting.

Snapchat, Twitch und Discord: enge Zwecke, junge Zielgruppen

Snapchat wird in DACH regelmäßig unterschätzt, weil es in Führungsetagen niemand nutzt. Die Werbereichweite in Deutschland liegt bei 23,0 Millionen (DataReportal Digital 2026, Erhebungsstand Oktober 2025). In Österreich nutzten 2025 laut Jugend-Internet-Monitor 74 Prozent der Jugendlichen Snapchat, 89 Prozent davon täglich (Befragung von 405 Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren). Der Kanal ist damit für junge B2C-Marken und für Employer Branding rund um Lehrstellen und Ausbildungsplätze brauchbar. Für B2B gibt es keinen Anwendungsfall.

Twitch und Discord sind keine Publikumskanäle, sondern Community-Werkzeuge. Beide sind nach unserer Einschätzung gaming-lastig und stark männlich geprägt, eine Kennzahl dazu weist der Jugend-Internet-Monitor nicht aus. Bei Discord zeigt die österreichische Erhebung für 2025 26 Prozent Nutzung unter Jugendlichen, ein Rückgang um 6 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Ein Discord-Server lohnt sich, wenn du eine bestehende Nutzergruppe hast, die miteinander reden will, etwa bei Software, Games oder Tech-Produkten. Als Akquisekanal funktioniert er nicht, und ein leerer Server ist schlechter als keiner.

Alternative Social Media Plattformen im Überblick: behalten oder streichen

Plattform

Reichweite DACH

Passt für

Entscheidung

Pinterest

22,7 Mio. DE (Okt. 2025), 2,50 Mio. AT (Anfang 2025), je Werbereichweite

Visueller E-Commerce, Mode, Interior, Food

Behalten bei visuellem Produkt und angeschlossenem Shop

Bluesky

keine DACH-Zahl, rund 3,5 Mio. DAU global (Schätzung, Okt. 2025)

Medien-, Wissenschafts- und Politik-PR

Behalten nur mit echtem Pressestellen-Zweck

Mastodon

unter 1 Mio. MAU global (Sommer 2025)

Behörden, öffentlich-rechtliche und wissenschaftliche Kommunikation

Behalten nur im öffentlichen Sektor

Xing

21 Mio. DACH (Eigenangabe, Sept. 2025)

Recruiting in klassischer Wirtschaft und Handwerk

Auf Jobbörse reduzieren, Content einstellen

Snapchat

23,0 Mio. DE (Okt. 2025), 74 % der AT-Jugendlichen (2025)

Junge B2C-Zielgruppen, Employer Branding

Behalten nur bei junger B2C-Zielgruppe

Twitch und Discord

Discord 26 % der AT-Jugendlichen (2025)

Gaming, Tech, Community-Aufbau

Behalten nur mit bestehender Community

Stand August 2026. Die Erhebungszeitpunkte der Quellen liegen davor und stehen jeweils dabei.

Warum die Zahlen nicht direkt vergleichbar sind

Die Tabelle verführt zu einem Ranking, und genau das wäre falsch. In den Zahlen dieses Artikels stecken vier verschiedene Typen. Werbereichweite ist eine Schätzung der Plattform darüber, wie viele Accounts sich mit Anzeigen erreichen lassen, nach unserer Einschätzung inklusive Mehrfachaccounts. Der Jugend-Internet-Monitor ist eine Befragung mit kleiner Stichprobe und altersbegrenzter Grundgesamtheit. Die 631 Millionen von Pinterest stammen aus der offiziellen Quartalsmitteilung des Unternehmens. Die 21 Millionen von Xing sind eine Eigenangabe ohne ausgewiesenes Aktivitätsniveau. Wer diese Werte nebeneinanderstellt und daraus eine Rangliste rechnet, bekommt eine Zahl ohne Bedeutung.

Dazu kommt Volatilität. Bei kleinen Plattformen schlagen einzelne Ereignisse voll durch: Discord verlor bei österreichischen Jugendlichen innerhalb eines Jahres 6 Prozentpunkte, Bluesky wuchs im selben Zeitraum um knapp 60 Prozent bei den Registrierungen, ohne dass die aktive Nutzerbasis mitgezogen hätte. Bei Mastodon ist selbst die Basisgröße methodenabhängig, weil das Netz aus tausenden unabhängigen Instanzen besteht. Jede Zahl in diesem Feld braucht ein Datum daneben, sonst ist sie in sechs Monaten Dekoration.

So testest du einen Nebenkanal, ohne Budget zu verbrennen

Hypothese schriftlich formulieren: Wer soll dort erreicht werden, mit welchem Format, mit welchem Ziel. Ein Satz reicht, aber er muss falsifizierbar sein.

Ein Format statt eines Kanalkonzepts: Drei Monate lang ein wiederkehrendes Format, das aus vorhandenem Material entsteht. Kein eigenes Produktionsbudget, keine neue Rolle im Team.

Abbruchkriterium vorher festlegen: Zahl, Frist, Konsequenz. Ohne Abbruchkriterium läuft ein Test unbegrenzt weiter, weil niemand die Entscheidung treffen will, sein eigenes Projekt zu beenden.

Sauber schließen: Beim Streichen einen letzten Beitrag mit Verweis auf den aktiven Kanal setzen, Impressum aktuell halten, Handle sichern. Ein bewusst beendetes Profil wirkt anders als ein vergessenes.

Nach unserer Erfahrung übersteht von den sieben hier behandelten Kanälen in den meisten DACH-Setups selten mehr als einer diesen Test, und welcher das ist, hängt am Geschäftsmodell und nicht am Trend. Wo die großen Netzwerke daneben stehen, ordnet der Vergleich der Social-Media-Plattformen ein. Die teuerste Variante ist die Mitte: sieben Profile, jedes halb gepflegt, keines gemessen.

Daten & Statistiken

Pinterest: 631 Mio. monatlich aktive Nutzer global im Q1 2026, plus 11 % gegenüber Vorjahr, zehntes Quartal in Folge mit zweistelligem Wachstum

Pinterest Quartalsmitteilung Q1 2026 (2026)

Pinterest Deutschland: 22,7 Mio. Werbereichweite, 72,4 % des Werbepublikums weiblich (Erhebungsstand Oktober 2025)

DataReportal Digital 2026 Germany (2026)

Pinterest Österreich: 2,50 Mio. Nutzer, 31,2 % der werblich erreichbaren Bevölkerung ab 13 Jahren, 73,0 % weiblich

DataReportal Digital 2025 Austria (2025)

Bluesky: Wachstum 2025 von 25,94 Mio. auf 41,41 Mio. registrierte Nutzer, knapp 60 %

Bluesky 2025 Transparency Report (29.01.2026) (2026)

Bluesky: rund 3,5 Mio. täglich aktive Nutzer (Stand Oktober 2025), Sekundärauswertung und Schätzung

Backlinko Bluesky Statistics (2025)

Bluesky-Traffic nach Herkunftsländern (April 2026): Deutschland 5,02 % auf Rang vier hinter USA, Großbritannien und Japan

SocialPilot Bluesky Statistics (2026)

Mastodon: unter 1 Mio. monatlich aktive Nutzer weltweit bei rund 10 Mio. registrierten Accounts (Sommer 2025)

ExpandedRamblings Mastodon Statistics (2025)

Mastodon: über 27 % der Nutzer sind in Deutschland ansässig (Länderauswertung); Traffic-Analysen der Instanz mastodon.social sehen dagegen die USA vorn

ThinkImpact Mastodon Statistics (Gegenauswertung: Marketful) (2025)

Mastodon in Deutschland: BfDI startete im Oktober 2020 die Instanz social.bund.de; bawü.social folgte im Januar 2021, EU Voice des Europäischen Datenschutzbeauftragten 2022 mit rund 20 EU-Institutionen

Wikipedia: Mastodon (Software) (2025)

Xing: 21 Mio. Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz (September 2025, Eigenangabe New Work SE); Umsatz der New Work SE 313,4 Mio. Euro (2022) auf 305,6 Mio. Euro (2023); seit Juni 2025 vollständig bei Hubert Burda Media

Wikipedia: Xing (soziales Netzwerk), nach Angaben der New Work SE (2025)

Snapchat Deutschland: 23,0 Mio. Werbereichweite (Erhebungsstand Oktober 2025)

DataReportal Digital 2026 Germany (2026)

Snapchat Österreich: 74 % der Jugendlichen nutzen die App, 89 % davon täglich (Basis 405 Jugendliche, 11 bis 17 Jahre)

Saferinternet.at Jugend-Internet-Monitor 2025 (2025)

Discord Österreich: 26 % Nutzung unter Jugendlichen, minus 6 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr

Saferinternet.at Jugend-Internet-Monitor 2025 (2025)

Häufig gestellte Fragen

Welche alternative Social Media Plattform lohnt sich in DACH am ehesten?
Pinterest, sofern dein Produkt visuell ist und online verkauft wird. Die Plattform erreicht in Deutschland 22,7 Millionen Menschen als Werbereichweite und in Österreich 2,50 Millionen, und die Nutzung ist von Kaufabsicht getrieben statt von Unterhaltung. Für B2B-Dienstleistungen, Industriegüter oder erklärungsbedürftige Software bringt Pinterest dagegen fast nichts.
Lohnt sich Xing 2026 noch?
Als Content- und Thought-Leadership-Kanal nicht mehr. Xing nennt für September 2025 21 Millionen Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz, das ist eine Eigenangabe der New Work SE ohne unabhängige Prüfung, ein Aktivitätsniveau weist das Unternehmen nicht aus. Sinnvoll bleibt das Netzwerk als Jobbörse mit Kununu-Anbindung, vor allem für kaufmännische und gewerbliche Rollen in der klassischen Wirtschaft.
Bluesky oder Mastodon: was ist für Unternehmen sinnvoller?
Beide sind PR-Kanäle, keine Marketingkanäle. Bluesky ist die bessere Wahl, wenn du deutschsprachige Journalisten, Wissenschaftler und Tech-Öffentlichkeit erreichen willst, weil die aktive Community dort dichter ist. Mastodon lohnt sich praktisch nur für Behörden, öffentlich-rechtliche Einrichtungen und Forschung, weil dort die deutschen Amtsinstanzen wie social.bund.de liegen.
Für welche Unternehmen ist Pinterest in Deutschland und Österreich interessant?
Für Marken in Mode, Interior, DIY, Hochzeit, Food, Beauty und Reisen mit angeschlossenem Shop. Das Publikum ist stark weiblich: 72,4 Prozent des Werbepublikums in Deutschland und 73,0 Prozent in Österreich. Wenn deine Zielgruppe männlich oder rein professionell ist, ist Pinterest der falsche Kanal.
Ist Snapchat für Unternehmen in DACH relevant?
Nur bei sehr jungen Zielgruppen. In Österreich nutzten 2025 laut Jugend-Internet-Monitor 74 Prozent der 11- bis 17-Jährigen Snapchat, 89 Prozent davon täglich. In Deutschland liegt die Werbereichweite bei 23,0 Millionen. Für B2B-Kommunikation gibt es dort keinen Anwendungsfall.
Lohnt es sich, neue Social Media Plattformen früh zu testen?
Nur mit Abbruchkriterium. Ein Test auf einer neuen Plattform kostet vor allem Redaktionszeit, deshalb gehört vorab festgelegt, welche Zahl nach welcher Frist erreicht sein muss. Bluesky zeigt, warum das nötig ist: Die Registrierungen wuchsen 2025 um knapp 60 Prozent, die täglich aktive Nutzerbasis blieb nach Sekundärauswertungen bei einem Bruchteil davon.
Was mache ich mit Profilen auf Plattformen, die ich streiche?
Nicht einfach stehen lassen. Setze einen letzten Beitrag mit Verweis auf den aktiven Kanal, halte Impressum und Kontaktdaten aktuell und behalte das Handle, damit es niemand übernimmt. Ein Profil mit klarem Abschluss wirkt professionell, ein Profil, dessen letzter Beitrag zwei Jahre alt ist, nicht.

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