

Enei, 150 Meter über Niederösterreich.
Für die erste Ausgabe von Blckshift Showcase haben wir Enei auf das Dach einer Windradgondel in Hohenruppersdorf gebracht. Kein Publikum auf dem Dach, und bei zu viel Wind kein Set. Dafür ein Set zum Sonnenuntergang, das wir mit unserer Community live geteilt haben.
© Alex Holzapfel
Auf einen Blick
Format
Location
Höhe
Produktionstag
Der Wind gab das Go.
Die Idee war klar. Der Ablauf blieb es lange nicht. Auf dem Dach einer Windradgondel bestimmen Wind, Sicherheit und verfügbare Fläche jede Entscheidung.
Drei Tage blockiert. Zwei Tage vorher entschieden.
Künstler, Crew und Equipment waren für drei Tage geblockt. Die finale Zusage kam trotzdem erst zwei Tage vor der Umsetzung. Entscheidend war die Windprognose: Nur innerhalb einer definierten Windgeschwindigkeit war die Arbeit auf der Gondel sicher machbar.
Sicherheit war Teil der Produktion.
Bevor oben etwas aufgebaut wurde, stand die Sicherheitseinschulung. RTS Wind war mit vier Level-3-Abseiltechnikern vor Ort und verantwortete die Sicherung von Personen und Equipment, die Tragfähigkeit des Gondeldachs und die zulässige Besetzung. Auf dem Dach arbeiteten zwei ungeschulte Personen gemeinsam mit vier geschulten Fachkräften.

Nicht mit dem Lift nach oben.
Schwere Teile wie Subwoofer, Tischplatte und Audioequipment gingen über den Kran am hinteren Ende der Gondel nach oben. Langsam, kontrolliert und immer mit Blick auf den Wind. ProPerformance baute das System gemeinsam mit RTS Wind auf, bevor unsere Kamera- und Lichttechnik dazukam.
Kein Publikum auf dem Dach. Trotzdem mittendrin.
Bei unseren Sessions gehört Community normalerweise dazu. Auf 150 Metern war das aus Sicherheitsgründen keine Option. Deshalb lief ab dem Vormittag ein Instagram-Livestream. Er zeigte das finale Set und davor Anreise, Aufbau und die Menschen dahinter.
Von Wien auf die Gondel und wieder zurück.
Ein Produktionstag zwischen Sicherheitsbriefing, Kraneinsatz, Sonnenuntergang und Abbau in der Nacht.
Briefing & Freigabe
Um 09:00 ging es in Wien los, um 10:00 standen wir an der Windkraftanlage. Nach Kennenlernen und Briefing kam die Sicherheitseinschulung: Helme, persönliche Schutzausrüstung, Regeln für das Dach und ein Ablauf, der keine Abkürzungen zuließ.
Der Weg nach oben
Während das Equipment über den Kran hochging, starteten Konstantin und Wolfgang von ProPerformance gemeinsam mit RTS Wind den Aufbau. Erst als Audio und DJ-Setup standen, kamen Kamera, Licht und Recording dazu.
Setup vor Sonnenuntergang
Am Nachmittag transportierten wir RED Komodo, RED Komodo-X, unsere Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K und die restliche Bildtechnik nach oben. Unten lief Artist Care, während sich der FPV-Pilot auf den Flug vorbereitete.
Set, blaue Stunde, Abbau
Enei startete um 19:15 Uhr. Nach Sonnenuntergang lösten wir die Rotorsperre und drehten die Gondel in den Wind, damit die Rotorblätter im Bild langsam einsetzen konnten. Um Mitternacht war das gesamte Equipment wieder unten, gegen eins waren wir zurück in Wien.
Technik, die sich einfügen musste.
DJ-Setup
- 4 × Pioneer DJ CDJ-2000NXS2
- 1 × Pioneer DJ DJM-900NXS2, 4-Kanal-Mixer
- Custom-DJ-Tisch, exakt auf die Breite des Gondeldachs gebaut
- 3D-gedruckte Sonnendeckel für die CDJs, mit Blckshift-Logo
Audio
- Alcons GB181 Subwoofer
- Alcons GR20/80 Tops
- Alcons WR20 Stage Monitor
- Alcons Director6 Amp/Controller
Bild
- RED Komodo
- RED Komodo-X
- Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
- DZOFilm-PL-Zoomoptiken
- FPV-Drohne
Der Tisch ist für dieses Dach gebaut. Vier CDJs, Mixer, Kabelwege und die komplette Technik mussten sicher auf einer Fläche funktionieren, auf der es keinen Zentimeter zu viel gab.
Frames aus 150 Metern.
Ankunft, Aufbau, Set und die Stunde nach Sonnenuntergang.
Fotos: Alex Holtzapfel
Der Schnitt begann erst, als alles wieder unten war.
Nach dem Dreh ging das Material zurück in unser Office in Wien. Die FPV-Aufnahmen hatten keinen Timecode-Sync, Bild und Musik haben wir deshalb von Hand zusammengebracht. Schnitt und Sync liefen bei uns, das Color Grading in DaVinci Resolve in unserem Grading-Studio. Die Bildseite der Videoproduktion blieb damit komplett im Haus.
Für Social hat unser Sound-Design-Partner das Recording noch einmal gemastert und angepasst. Das Intro haben wir in Remotion gebaut: ein animierter Innenraum der Gondel mit Sounddesign, Effekten und mehreren exportierten Ebenen. Den Raum selbst hat ein Bildmodell (Flux) erzeugt, gedreht wurde dort nicht. In DaVinci haben wir die Ebenen einzeln abgestimmt, damit Animation, Material und Grading zusammengehören.
Die finale Fassung ging zuerst an Enei und das Label, danach an alle beteiligten Crews. Die Freigabe kam ohne Änderungen zurück.
Das Set war oben vorbei. Online fing es erst an.
Livestream, Reels und Auswertung lagen bei uns, als Social Media Management für den eigenen Kanal. Die Reels liefen als Collab mit Outback Festival und ProPerformance, ohne Werbebudget.
Aufrufe eines Reels vom Produktionstag
am eigenen Auftritt gemessen
erreichte Konten mit demselben Reel
am eigenen Auftritt gemessen
veröffentlichte aus eigenem Antrieb einen Beitrag über die Umsetzung
Das komplette Set läuft auf UKF On Air
Ohne diese Partner kein Set.
- BLOCH3
- Projektpartner. Hat die Umsetzung am Windrad möglich gemacht.
- ProPerformance × Alcons Audio
- Sound und Akustik, Bereitstellung und Aufbau des Audiosystems.
- Outback Festival
- Logistik, Artist Management und Artist Care, inklusive Flughafentransfer und Betreuung von Enei.
- RTS Wind
- Sicherheitskonzept, Level-3-Abseiltechnik, Sicherung von Crew und Equipment, Freigabe der Arbeiten auf der Gondel.
- Blckshift
- Kreativkonzept, Artist Research und Booking-Abstimmung, Gesamtproduktion, Livestream, Kamera, Licht, Postproduktion und Release.
Video, Fotos und Social Media kamen hier aus einer Produktion. So arbeiten wir als Kreativagentur in Wien auch für Kunden.
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